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LeadHER Workshop - Nina Michahelles Erfahrungen mit Public Speaking und Sichtbarkeit

  • Autorenbild: leadHER
    leadHER
  • 29. Juni
  • 20 Min. Lesezeit

Im Rahmen des LeadHER‑Workshops „Präsentiere mit Haltung – Überzeuge durch Storytelling & Körpersprache“ kamen Teilnehmerinnen zusammen, um gezielt an ihren Präsentations‑ und Kommunikationsfähigkeiten zu arbeiten. Dabei ging es um mehr als ein klassisches Training: Der Workshop hat spürbar gezeigt, wie viel in klarer Kommunikation, Präsenz und bewusstem Auftreten steckt. In einer Mischung aus praktischen Übungen, ehrlichem Austausch und konkreten Impulsen wurde deutlich, dass Wirkung kein Zufall ist – sondern etwas, das sich entwickeln lässt.


Besonders greifbar wurde das im Gespräch mit Nina Michahelles, Ads Director bei Google. Sie hat nicht nur über Präsentationstechniken gesprochen, sondern offen geteilt, wie sie selbst gelernt hat, sichtbar zu werden – Schritt für Schritt, oft außerhalb der Komfortzone. Ihre Einblicke verbinden konkrete Methoden mit persönlichen Erfahrungen in Public Speaking und machen klar: Sichtbarkeit, Präsenz und klare Botschaften sind keine „Nice-to-haves“, sondern ein zentraler Hebel für Wirkung und Karriereentwicklung.


Disclaimer: Dieses Transkript wurde mit KI erstellt. Es können Abweichungen zum Original-Audio vorkommen.


Quadratisches Bild vom Workshop. Im Zentrum sitzen zwei Frauen auf Stühlen, Nina Michahelles und Merlene, im Hintergrund befinden sich Werbe-Aufsteller von LeadHER. Nina Spricht über ihre Erfahrungen während Merlene interessiert zuhört.


Wann Sichtbarkeit zum Karriere-Thema wurde


Merlene: Wir starten direkt rein. Du bist jetzt als Ads Director bei Google. Vorher warst du bei Henkel, bei Colgate-Palmolive, bei L'Oréal. Zu welchem Zeitpunkt hast du gemerkt, dass Sichtbarkeit in deiner Karriere relevant ist?


Nina: Ich glaube, das ist gewachsen. Und ganz ehrlich – das Thema Sichtbarkeit: Ich bin mittlerweile über 20 Jahre im Job. Das Thema Sichtbarkeit war vor 20 Jahren tatsächlich null ein Begriff oder irgendetwas, womit man sich beschäftigt hat. Ich glaube, das erste Mal habe ich das wahrscheinlich tatsächlich gemerkt in meinem zweiten Job, der bei L'Oréal war. Da kamen zwei Faktoren zusammen.


Der eine Faktor war: Die komplette Belegschaft, das komplette Kollegium war unfassbar extrovertiert. Und L'Oréal lebt Marke. Es ist wirklich eine Company, wo Marken die Heroes sind. Und insofern sehr viel Storytelling, sehr viel Präsentationen um Marken herum passiert. Und nicht nur um die Marken, sondern dann auch um die Erfolge, die jeder aus dem Kollegium für diese Marken geschaffen hat. Und da unfassbar viele Trommler waren und jeder zugesehen hat, wer trommelt hier wie am lautesten für seine Marken – um Budgets zu bekommen, um Aufmerksamkeit zu bekommen, um Applaus für irgendwelche Erfolge zu bekommen. Das war so das Ding, wo ich dachte: Okay, hier muss ich mal aufs Gaspedal, um da mitzutrommeln.


Und dann passierte auch: Ich war ein paar Wochen bei L'Oréal als Brand Manager, und es war direkt die nationale Konferenz. Ich hatte im Januar angefangen, direkt zwei Wochen später war die große nationale Konferenz, in der das ganze Programm für das Jahr vorgestellt wurde. Mir wurde gesagt: Nee, du bist jetzt hier verantwortlich für Marke XY und dann stellst du das ganze Programm auch vor. Und ich so: Okay, mache ich. Und dann war das direkt vor knapp 500 Leuten. Ich stand wirklich noch nie vor 500 Leuten. Das war das erste Mal, dass ich verkabelt wurde. Ich habe wirklich gedacht, mich tritt ein Pferd, als ich da reingeworfen wurde.


Ich komme noch aus einer Uni-Zeit, in der präsentieren, vor anderen stehen, sprechen null gelernt wurde. Ich habe an meiner Uni keine einzige Case Study präsentiert. Das gab es nicht. Es waren wirklich völlig andere Zeiten. Das war dann direkt das erste „völlig raus aus der Komfortzone und einfach machen". Und was ich dann gemacht habe, war, mich einfach unfassbar gut vorzubereiten. Ein paar Elemente von dieser Vorbereitung mache ich tatsächlich immer noch, weil das ein bisschen ein Anker ist, der mir die Sicherheit gibt, so etwas zu machen.


Ninas Vorbereitungs-Routine für Public Speaking: Was bis heute überlebt hat


Merlene: Und was sind das für Elemente, die bis heute überlebt haben?


Nina: Das ist zum Beispiel: Ich lerne die ersten Sätze hardcore auswendig. Ich hatte mittlerweile schon ein paar Mal den Fall, dass ein Screen ausfiel, dass eine alte Präsentation drin war, dass irgendwas im Film nicht abspielte. Irgendetwas geht immer schief. Und ich lerne die ersten Sätze hardcore auswendig, damit ich – und dann merke ich auch, die ersten Minuten… Fun Fact: Mit meiner lieben Anna durfte ich Google-technisch auch schon zusammenarbeiten. Anna hat mich auch schon gecoacht. Nina: Die ersten Minuten bei mir sind immer noch – und ich weiß nicht, vor wie vielen Leuten ich mittlerweile wie oft gesprochen habe – die ersten Minuten habe ich Magenflattern. Ich bin hochgradig nervös. Ich stehe da und denke: tief durchatmen. Und dieses Auswendiglernen, diese ersten Sätze, das gibt mir wirklich – damit komme ich dann rein. Und nach den ersten zwei, drei Sätzen ist es auch üblicherweise gut.


Richtig wichtige, große Präsentationen spreche ich mir mittlerweile tatsächlich komplett ein, zwei, dreimal runter auf meine Sprachmemo und höre mir das in Dauerschleife beim Joggen morgens an. Damit kann ich zwei Sachen verbinden: Ich sehe immer zu, dass ich relativ viel laufe, bin leider viel unterwegs, komme nicht so viel zum Sport regelmäßig, wie ich möchte. Das Einzige, wo es keine Ausrede gibt, ist einfach immer die Laufschuhe einpacken. Und bei wichtigen Präsentationen gehe ich das beim Laufen immer durch. Dadurch sitzen dann auch die Keywörter.


Ein anderes Element: Die Keywörter oder Keysätze, die ich landen möchte – dazu überlege ich mir irgendeine Geste. Wenn ich am Ende zum Beispiel sage, drei Punkte möchte ich, die ihr mitnehmt, dann mache ich auch diese „Drei" und habe das so ein bisschen als Anker. Oder ich überlege mir wirklich ein Schnippen oder irgendwas anderes – irgendeinen Joke, irgendeine Überleitung, eine Grimasse – und überlege mir tatsächlich auch so etwas, womit ich Ankerpunkte verbinden kann im Laufe der Präsi.


Das Reframing: Von Druck zu Privileg


Merlene: Wenn ich daran denke, dass du von 0 auf 100 vor 500 Leuten gesprochen hast – das Größte, was ich jemals gemacht habe, waren 200 Leute. Und das ist, glaube ich, eine Grenze. Wenn man sich dann umdreht, hat man so eine Wand vor 200 Leuten, oder bei dir 500. Wenn du deine Entwicklung anguckst und zurückblickst: Was hat sich bei dir verändert?


Nina: Ich glaube, ich sehe es tatsächlich immer als ein Privileg an mittlerweile. Es ist wirklich von „Okay, muss ich machen, ist eine Aufgabe und ich muss da jetzt liefern" – Stress und Druck – eher hin zu: Was für ein Privileg ist es, dass ich jetzt hier stehen darf und über dieses Thema sprechen darf? Was für ein Privileg ist es, dass ich eine coole Case Study, an der mein Team und ich gearbeitet haben, zeigen darf? Was für ein Privileg ist es, dass ich diese tolle Audience hier mit irgendetwas Großartigem begeistern darf? Ich sehe tatsächlich eher die Chance darin.


Und die zweite Sache, das ist auch etwas, was ich wirklich jedem sage, der auf die Bühne geht: Ich sage nicht „das wird schon" oder „break a leg" oder irgendwas. Ich sage wirklich immer: hab Spaß. Es ist umso einfacher, wenn man es auch wirklich als Spaß ownt und wenn man guckt, dass diese Erfahrung dann nicht Druck ist, sondern ein Reframing zu „Was für ein Privileg, das mir Spaß macht". Das war sicherlich eine Reise, hatte ich vor ein paar Jahren nicht.


Sichtbarkeit nach außen: Der LinkedIn-Weg


Merlene: Du hast gerade angesprochen: bei L'Oréal haben alle die Trommeln geschlagen, und das hast du dann auch gemacht. Nun gibt es ja die Sichtbarkeit im Unternehmen und auf der anderen Seite die Sichtbarkeit nach außen. Ich nehme dich als sehr präsent auf LinkedIn wahr. Wie hat sich das verändert? Was hat das in deiner Karriere verändert?


Nina: Das ist total lustig. Ich habe eine liebe ehemalige Kollegin hier sitzen aus Colgate-Palmolive-Zeiten. Und das ist etwas ganz Lustiges: Bei Colgate-Palmolive war ich zero sichtbar. Mein Leben bestand aus – ich hatte in der Zeit bei Colgate zwei Kinder bekommen, bin jeweils nach ein paar Monaten Vollzeit immer zurück in die nächste Rolle. Meine Wochen waren eher 60, 70, 80 Stunden Wochen als irgendwie 30, 40 Stunden. Und ich hatte wirklich nur Job und ein bisschen Family und Friends nebenbei und nichts anderes.


Nach ein paar Jahren von dem Durchziehen habe ich gemerkt, dass ich selbst viel zu kurz komme und dass mir das auf lange Sicht nicht gut tut. Ich habe dann erstmal angefangen, Sport zu machen und das hart zu priorisieren und zu gucken, dass ich Me-Time finde. Das war die eine Sache. Und die zweite Sache war, dass mich parallel eine Freundin angesprochen hat, in ein – das gibt es leider nicht mehr, aber damals wirklich sehr cooles Frauennetzwerk – zu gehen, wo ich einfach nochmal andere Impulse haben wollte.


Trotz amerikanischem Umfeld und vielen tollen Führungsfrauen, die wir bei Colgate hatten, war es dann doch sehr männerlastig. Das Europa-Board zum Beispiel, an das ich am Ende als Geschäftsführerin berichtet habe – da war keine einzige Frau mehr drin. Das waren zehn Herren über 50, 60. Und irgendwie fehlte mir dieser andere Austausch. Darüber kam das ganze LinkedIn-Thema: Ich habe gesehen, okay, was die anderen machen, finde ich eigentlich ganz gut, inspiriert mich. Ich habe auch ein paar Sachen zu teilen, und dann versuchen wir das mal.


Und über dieses Frauennetzwerk kamen tatsächlich auch immer mehr Speaking-Geschichten. Meine erste große externe Speaking-Geschichte, die nicht auf einer internen Bühne war, sondern wirklich extern – das war hier in Hamburg bei Cheftreff vor 1.500 Leuten. Das war auch ein kurzer Raus-aus-der-Komfortzone-Moment. Der kam auch über dieses Frauennetzwerk, weil das einfach eine gute Dynamik hatte. Ein Ziel von diesem Netzwerk war es, gegenseitig für mehr Sichtbarkeit zu sorgen.


Es gibt ja so wenig Frauen. Man sieht häufig immer noch sehr viele Herren auf Bildern. Es gibt immer noch genug Fotos, wo ihr zehn Herren drauf habt, vielleicht auch mal acht und eine Frau, vielleicht auch mal fünf und eine Frau. Fakt ist, es ist viel zu wenig. Dann stellt man sich ja mal die Frage: Wo sind denn diese ganzen Damen? Und es gibt sie. Die müssen dann eben selbst dafür sorgen, dass sie aufgefunden werden – sei es über andere Empfehlungen, sei es über LinkedIn, sei es über was auch immer für Möglichkeiten.


Merlene: Ich vermute, dass dein Alltag eh schon stressig ist. Wie schaffst du es noch, zusätzlich LinkedIn zu machen?


Nina: Aktuell gar nicht. Letztes Jahr war ich wirklich richtig gut. Ich hatte mir tatsächlich einen PR-Plan gemacht. Ein wunderbares Google-Sheet und habe geguckt: jede Woche mindestens ein Post. Thematisch Sachen reingehauen vom Weltfrauentag über Equal Pay Day, über alles Mögliche, was es an Events gibt, und dazu Themen vorbereitet. Ich hatte einen richtig coolen Content-Plan und ich kriege es aktuell null auf die Kette. Null. Diesen ganz schönen Content-Plan habe ich letztes Jahr super durchgezogen. Dieses Jahr habe ich bisher vielleicht vier oder fünf Posts gemacht.


Und das, obwohl ich mir auch einen KI-Agenten gebaut habe, der den ganzen Content optimiert, Emojis reinsetzt und eine Konsistenz von meinem Style hat. Ich drafte es trotzdem immer vor, lasse es dann vom Agenten feinschleifen. Das spart vielleicht 15, 20 Minuten, weil üblicherweise brauche ich schon 30, 40, 45 Minuten für so einen Post. Aber das ist nicht schlimm.


Was wichtig ist für alle, die LinkedIn als Tool nutzen möchten: Das Wichtigste ist, einmal ins Machen zu kommen und vielleicht einen kleinen Rhythmus zu finden. Es ist gut, vielleicht ein, zwei Themen zu finden, die einen interessieren. Sei es Presentation Skills – ich gebe jetzt jeden Monat irgendeinen Hack aus was Coolem, was ich gelesen habe. Ich hatte mir eine Zeit lang überlegt, ich nehme einfach die ganzen coolen Harvard-Business-Manager-Artikel, die mich faszinieren und fasse die zusammen. Habe ich dann auch nicht geschafft. Aber es gibt verschiedenste Möglichkeiten, über Sachen zu schreiben, die einen selbst begeistern.


Ich würde tatsächlich nicht empfehlen, das mit KI zu machen. Ich glaube, das merkt man. Ich glaube, das trägt vielleicht auch zu meiner LinkedIn-Demotivation bei, weil ich das Gefühl habe, es wird auch immer mehr mit KI-Content geflutet. Wer es macht: Ich kann euch nur empfehlen, lasst es vielleicht feinschleifen von Gemini als KI-Tool eures Vertrauens. Aber seht zu, dass es wirklich euer Content ist und ihr da auch als Person authentisch rüberkommt und das, was euch umtreibt.


Merlene: Der LinkedIn-Algorithmus hat sich übrigens verändert in der Hinsicht, dass KI-Beiträge eher rausgefiltert werden. Ich habe aktuell eher das Problem, dass ich gucken muss, dass ich so schreibe – auch wenn ich natürlich schreibe – dass LinkedIn das nicht als KI einstuft. Zu kurze Sätze hintereinander oder zu viele Emojis, zu viele Bullet-Points werden als KI eingestuft.


Womit hast du angefangen? Kannst du dich an deinen allerersten Post erinnern?


Nina: Ja, das war am Weltfrauentag. Und ich glaube, ich habe meinen Mann gefeiert. Ich glaube, das war auch ein Familienfoto von uns. Weil ich einfach wahnsinnig viel von dem, was ich mache, deswegen machen kann, weil ich das Glück habe – oder vielleicht auch schon den Weitblick, die Vision, die Hoffnung – dass das wirklich eine super gute Partnerschaft auf Augenhöhe werden kann, in der beide beruflichen Ambitionen nachgehen können. Beide sich aber auch wirklich Care-Arbeit teilen. Ich kann weiterhin an einer Hand abzählen, wer so ein Modell bei uns im Freundeskreis lebt. Das passiert tatsächlich nicht allzu häufig oder ist zumindest in meiner Generation noch nicht häufiger. Vielleicht ändert sich das mit euch allen entsprechend. Merlene: Mein Lieblings-Audio-Clip aus unserem Podcast ist auch immer noch: „Augen auf bei der Partnerwahl". Ja, ist so. Das ist echt Weichenstellen für ganz, ganz viel, was euch im späteren Leben beschäftigen wird.


Merlene: Du hast auch einen eigenen Podcast. Den machst du aber noch?


Nina: Ja, gerade in Berlin, komme gerade aus Berlin. Gestern eine wunderschöne Aufnahme im Zalando-Studio gemacht. Die geht in zwei Wochen live. Aber auch den haben wir pausiert, weil ich es zeitlich nicht geschafft habe.


Merlene: Merkst du das eigentlich in deinem Umfeld, wenn du eine Zeit lang untertauchst, oder verändert sich da nichts?


Nina: Ich habe das Gefühl, dass nicht. Und das ist hilfreich, weil es dann auch den Druck und Stress daraus nimmt. Es beschwert sich keiner: „Wo bleibt dies, wo bleibt jenes?" Und ich habe das Gefühl, es freuen sich manche Leute, wenn etwas kommt. Und wenn nicht, dann ist es auch okay. Dadurch, dass dieser LinkedIn-Algorithmus ein Riesendschungel ist, weiß gerade eh keiner, was wird ausgespielt und was nicht. Bei mir nimmt es auf jeden Fall den Druck raus, dass ich hier unbedingt noch eine Deadline und hier wieder liefern und da wieder liefern. Mich entschleunigt das total.


Sichtbarkeit im Unternehmen: Erfolge richtig surfacen


Merlene: Das wäre jetzt die Sichtbarkeit nach außen. Wenn wir zur Sichtbarkeit innerhalb des Unternehmens zurückgehen: Hast du Tipps, wie man seine eigenen Erfolge oder seine Arbeit gegenüber Chefin oder Chef sichtbarer machen kann? Weil ich glaube, es ist manchmal schwierig zu sagen: Okay, das und das habe ich aber gemacht. Sondern man spricht häufig vom Team und den Team-Erfolgen.


Nina: Total. Ich habe das teilweise für verschiedenste Mitarbeitende von mir gemacht. Ich habe es für mich selbst gemacht. Ich habe es für ein komplettes Team gemacht und auch wirklich eine Art Content-Plan. Und ganz wichtig: Unterschiedliche Leute gehen das unterschiedlich an. Manche Leute trommeln um des Trommelns willen, einfach nur um laut und präsent zu sein. Mir ging es wirklich meistens eher darum, coole Sachen aufzuzeigen, die hoffentlich skaliert werden können. Wenn ich irgendetwas gekrackt habe oder jemand aus meinem Team etwas, was jemand anders nutzen kann – das einfach zu surfacen, damit es für andere hilfreich ist.


Meine Teams waren immer zur Hälfte eher extrovertiert, zur anderen Hälfte eher introvertiert. Und gerade den Introvertierten, die nicht per se die lauten Trommler sind, hat es immer total geholfen, einen guten Purpose dahinter zu haben – dass es eher ums anderen Helfen, gute Ideen aufzunehmen und umzusetzen geht.


Und was ich dann gemacht habe, ist wirklich zu gucken: Was für Foren gibt es intern? Angefangen von Newsletter über Townhalls, über Weekly-Whatever-Formate, über bei uns natürlich jetzt gerade auch externen YouTube-Festivals, OMR-Bühne – was auch immer es an Möglichkeiten gibt, um zum Beispiel großartige Cases oder großartige Arbeit zu showcasen. Ich sehe tatsächlich zu, dass Arbeit von meinem Team in jedem Format und in jedem Forum vorkommt. Und wenn mal nichts Gutes dabei ist, dann ist es völlig fein, dann ist es eine bewusste Entscheidung. Dann packe ich da nicht einfach irgendetwas rein, um Platz zu securen.


Das kann ich auch nur jedem empfehlen: Überlegt euch, was sind die relevanten Formate bei euch im Unternehmen, wo es die Möglichkeit gibt, dass ihr Sachen vorstellt, dass ihr Sachen präsentiert, die ihr gemacht habt. Egal, ob alleine, ob mit anderen. Es gibt eigentlich überall Möglichkeiten, sich kurz vor die Mannschaft zu stellen und ein paar Sachen zu erzählen, die man Cooles gemacht hat. Und vor solchen Sachen nicht zurückzucken – auch wenn das vielleicht der Impuls ist. Die Komfortzone ist nicht unbedingt im Spotlight zu stehen. Aber wann immer es eine Möglichkeit gibt, nutzt das. Auch wenn es nur ein Slide und ein paar gute Gedanken sind.


Merlene: LeadHER ist ja dazu da, weibliche Vorbilder zu geben und Frauen in Führungspositionen eine etwas größere Bühne. Und wir sind dazu da, junge Frauen zu motivieren, Führungspositionen einzunehmen bzw. das fast als selbstverständlich anzusehen, dass sie das auch machen und können, weil das die männlichen Peers ja auch haben. Du hast viele Teams geführt. Wenn du ein, zwei Tipps an die Hand geben könntest, was dir bei der Teamführung besonders geholfen hat – das wird eure Zukunft sein, Teams zu führen.


Nina: Ich fange vielleicht rückwärts an und zwar: wie ich gerne geführt werde. Was wichtig ist und was ich immer versuche, ist, jeder einzelnen Person bei mir im Team klarzumachen, dass mir das Wohl der einzelnen Person immer wichtiger sein wird als das Wohl der Company. Ich habe teilweise Manager, bei denen ich wusste, dass die mir rein aus ihrem eigenen Opportunismus gerade versuchen, irgendeine Rolle, irgendeine Aufgabe reinzuschwatzen, mich in irgendwas reinzudrücken, was überhaupt nicht ich bin, einfach weil es gerade für sie ein Problem löst. Und das ist mir als Trust-Basis total wichtig: jedem das Gefühl zu geben, dass ich wirklich all in bin, um für die entsprechende Person das Beste zu wollen.


Die zweite Sache ist diese gute Balance – auch wenn es vielleicht abgedroschen klingt – aus dem Fordern und Fördern. Ich persönlich bin jemand: Wenn die Latte da oben liegt, dann versuche ich auch, darüber zu springen. Ich bin jemand, der generell höher springt, als er wahrscheinlich muss – einfach weil es mir Spaß macht, über diese Latte zu springen. Auf der anderen Seite brauche ich aber auch diesen Rückenwind und Cheerleader, die mir helfen, über diese Latte drüberzukommen. Ich versuche wirklich beides zu machen. Ich versuche durchaus aufzuzeigen, wo die Latte liegt, und hänge die Latte vielleicht auch gerne hoch. Aber ich sehe auch zu, dass ich allen möglichen Support zur Verfügung stelle, dass Leute darüberkommen.


Leute wissen auch: Wenn jemand zu mir kommt und sagt „Ich struggle gerade aus persönlichen Gründen, mir fehlt irgendwas" – dass ich dafür immer ein offenes Ohr haben werde und gemeinsam gucken werde, wie wir das lösen können. Es gibt nicht sofort ein hartes Performance-Gespräch, wenn jemand gerade mal kein gutes Quartal hat, weil was auch immer gerade nicht läuft. Diese langfristige Trajectory, langfristiges Vertrauensverhältnis, gemeinsame Klarheit – wo wollen wir hin und wie kommen wir dahin, was brauchst du – und ein schnelles Course-Correcten oder eben Einchecken, wenn etwas nicht läuft. Das ist einfach total wichtig.


Q&A: Publikumsfragen


Frage 1: Aus dem Publikum kommt die Frage, welche weiteren Trainings-Formate Nina genutzt hat – jenseits des Audio-Trainings beim Joggen und der Speaker-Coaching-Arbeit mit Anna: Redner-Clubs, Toastmasters, interne Präsentations-Trainings?


Nina: Über die Zeit total. Da waren wirklich super viele Trainings, die ich gemacht habe. Redner-Club tatsächlich nicht, so ein Toastmasters-Club oder so etwas habe ich nie gemacht. Ich weiß, das gibt es auch in verschiedensten Formaten – auch hier in Hamburg gibt es ein paar, wo man einfach hingehen kann.


Was ich sonst mache, ist, dass ich häufig auch Dry-Runs habe. Vor großen Terminen machen wir wirklich auch mit Speaker-Coach. Ich kann allen nur empfehlen, mit Anna zu arbeiten. Das kostet natürlich auch etwas. Ich habe jetzt das Glück, dass Google das durchaus gerne macht und so etwas zur Verfügung stellt. Aber zu Zeiten, wo Unternehmen das nicht gemacht haben, hatte ich mir auch wirklich immer ein, zwei Trusted-Kollegen geholt und gesagt: „Ich präsentiere dir gerade mal die Key-Sachen durch und bitte dich, Feedback zu geben."


Und das habe ich auch häufig während des Meetings gemacht. Es gab immer eine sehr liebe, geschätzte Freundin von mir bei Colgate, die mit mir meistens in den ganzen Management-Meetings saß, die liebe Nikki. Und der Nikki habe ich dann immer gesagt: „Nikki, du gibst mir bitte Feedback nach dieser Präsentation und nach der." Wir haben uns wirklich gegenseitig – sie musste auch immer ran, ich musste ran – wir haben uns gegenseitig immer Feedback gegeben.


Und was ich immer noch mache: Wenn es Videoaufnahmen von meinen Präsentationen gibt, gucke ich mir die danach an, und ich mache mittlerweile auch immer ein KI-Sparring dazu. Es gibt ein ganz cooles KI-Tool, das heißt Yoodli. Hat ein ehemaliger Googler entwickelt. Mit dem kann man sämtliche Gespräche üben. Wir nutzen das sowohl intern bei Google für Gesprächstrainings, aber ich nutze das auch für Präsentationen oder mit Videos und quasi Coaching im Nachgang. Ich lade von einer Präsentation, wenn es ein Video gibt, nochmal ein Video von mir rein und sage: „Hey, wie war die Präsentation? Überprüfe die auf Klarheit in den Aussagen. Was hätte inhaltlich sein können? Wie war der Link zwischen meinem Opening und meinem Closing? Hat das gepasst? Was würdest du anders machen? Mimik, Gestik, etc." Das finde ich super hilfreich. Speaker-Notes-Routine.


Ich schreibe immer einmal komplett Speaker Notes runter. Ich fange Präsentationen an, indem ich mir auf dem weißen Blatt Papier wirklich immer vornehme: Wer ist die Audience? Was sind die Key Messages, die ich zeigen will? Was ist drumherum mein Storytelling, mein Opening und mein Closing? Ich gucke immer, dass ich so ein bisschen eine Klammer drumherum habe. Damit fange ich an, weißes Blatt Papier, wirklich jede Präsentation. Dann gucke ich, wie ich die Präsentation aufbaue und alles zusammentacker.


Und dann mache ich mir wirklich komplette Speaker Notes, wie ich es präsentieren möchte, und auch immer mit Überleitungen. Ich sage mir immer die zwei, drei Key-Aussagen pro Slide. Ich versuche, nicht mehr als zwei, drei Sätze pro Slide zu haben, maximal vier, fünf. Dann mache ich eine Überleitung zum nächsten, damit es möglichst rund ist und tease quasi noch auf dem alten Slide das neue Slide an. Und diese Überleitungen lerne ich auch. Das sind dann häufig die Gesten, die ich mir überlege, oder irgendwelche anderen Anhaltspunkte. Oder ich baue mir manchmal ein Icon auf dem Slide ein, was meine gedankliche Stütze ist – ein kleines Bild, was schon auf das Nächste überleitet. Aber ich mache für jede Präsentation einmal Speaker Notes komplett durch.


Was hilft, ist vielleicht manchmal ein Flipchart – es so einfach wie möglich zu machen. Gerade wenn es eher spontan ist, so einfach wie möglich. Auch vielleicht nur auf die eins, zwei, drei Sachen, auf irgendwelche Frameworks zurückgehen. Sei es eine BCG-Matrix, auf der du zwei Achsen machst und überlegst, nach was du das jetzt clustern kannst, um zu erklären. Ich würde gucken, es entweder möglichst einfach zu visualisieren oder in irgendwelche drei einfachen Elemente runterzubrechen.


Freunde von mir sind total gut mit Metaphern und haben dann immer sowas wie: „Stell dir vor, es ist Olympia" und können daran eine Sache besonders gut erklären. Ich denke mir: Wie kommen die auf diese Ideen, auf diese Gedankenübergänge? Das könnte ich nie so erklären. Da bin ich total schlecht drin. Manche können das total gut, irgendwie ein anderes Sinnbild quasi dafür finden und das dann so erklären. Das kann ich null. Bei mir wäre es am ehesten, dass ich gucke: Wie kann ich es visualisieren oder möglichst einfach clustern?


Frage 2: Wie oft sollte man Performance-Reviews machen? Nina dreht hier die Frage zunächst um und fragt das Publikum, wie oft sie selbst Performance-Reviews machen. Die Antwort aus dem Raum: einmal im Jahr. Daraus entwickelt sich ihre Empfehlung für Quarterly Check-ins.


Nina: Ich würde mir meinen Chef schnappen und einen quartalsmäßigen Check-in machen. Du wirst ja auch Jahresziele haben, du arbeitest auf diese Jahresziele hin. Ich finde das einmal im Jahr total schwierig, weil das dann meistens einen kleinen Recency-Bias hat. Man hat meistens nur die letzten Wochen und Monate parat. Ich würde wahrscheinlich gucken, dass ich so einen Quarterly-Check-in habe – und was ich für mich mache, aber auch für mein Team: Ich habe da ein Excel-File. Das habe ich schon jahrelang, in dem ich wirklich festhalte: Was sind die Key-Erfolge? Wenn irgendwas Cooles kommt, schreibe ich für Person X, Y auf meinem Team auf: „Ah, ganz geil, hat Folgendes gemacht." Ich sammle für mein Team die Highlights und ich sammle auch die Highlights für mich und fasse das dann zusammen. Wir haben es bei Google sowieso strukturiert quartalsweise, aber ich finde es auch mega sinnvoll. Und wenn es das nicht gibt, ist es ja an euch, das dann trotzdem nach vorne zu bringen.


Ich würde es quartalsweise zusammenfassen, was wirklich so Key-Achievements, Key-Highlights sind, und da entsprechend schon mal einchecken und Feedback dazu holen. Ich würde es ein bisschen auch als Check-in-Feedback-Gespräch positionieren. Es ist nicht: „Ich zeige dir jetzt, was ich Tolles gemacht habe und hole mir meine Fleißsternchen ab", sondern: „Guck mal, das ist das, worauf wir das Jahr über hinarbeiten möchten. Das ist der Progress, den ich in den letzten Wochen gemacht habe. Ich habe hier Folgendes initiiert, hieran habe ich mitgearbeitet, da habe ich gecoacht, hier war ich Sparringspartnerin – was auch immer alles vorgefallen ist."


Das würde ich sammeln, das übers Quartal, und mit jedem Quartal zu deinem Chef gehen. Weil wenn du dann deine jährlichen Notes machen musst, kannst du das auch mega gut verdichten. Und auch da hilft KI total gut. Ich habe heute im Zug meinen Q2-Check-in vorbereitet, indem ich einfach meinen Sammelfall reingeladen habe. Mein KI-Chat ist mittlerweile auch auf Check-ins gebrieft. Das hat mir das schon mal perfekt vorformuliert für mein Gespräch morgen.


Frage 3: Aus dem Publikum kommt die Frage: Wie baut Nina ihre Opener und Closings auf, wenn Metaphern und Sprachbilder ihr eigenen Aussage nach nicht so liegen? Eher inhaltliche bzw. kompositorische Themen?


Nina: Es ist völlig unterschiedlich. Ich habe da nicht so das eine Ding, was ich gerne mache. Die letzte Präsentation, die ich gehalten hatte, war vor mehreren Agenturchefs. Ich hatte eine Keynote darüber gehalten: „What keeps CMOs up at night?" Ich habe angefangen mit drei Emojis, die für State of Mind der ganzen Marketingleitenden stehen, mit denen ich immer wieder eincheckte. Mein letztes Emoji war ein schlafendes Emoji, weil mein letzter Satz war: „Hey, seid der Partner, der CMOs hilft, diese Themen anzugehen, damit sie gut schlafen können." Das war der Link.


Es kann auch ein Bild sein. Was ich aktuell gerne nutze: Wir haben bei uns im Google Headquarter in Mountain View „Stan". Stan kommt aus einem Museum und ist ein Skelett von einem T-Rex-Dinosaurier – ausgestorben. Die Notion dahinter ist: Stan hat damals wahrscheinlich nicht die Choice gehabt, sich weiterzuentwickeln, aber jeder hier hat diese Choice. Ich fange dann manchmal an mit: „Die Zeit, in der wir gerade sind – da sind eigentlich alle am Startpunkt Null. Wir alle haben gerade die Chance, AI-Native zu werden." Und dann: „Hätte der Dinosaurier gewusst, was wir heute wissen, und wäre er heute in unserer Position – was würde er machen?" Und ende dann wieder damit, dass die Entscheidung wirklich an jedem selbst ist, nicht „Stan" zu werden.


Es gibt verschiedene Sachen. Ich gucke immer, wie ich so ein Opening habe, das ich am Ende auch wieder gut mit einem konkreten Aufruf oder Appell zusammenführen kann. Ich mache nie ein Thank-You-Slide. Wir können gleich mal hören, was die Anna zu Thank-You-Slides sagt. Ich habe nie ein Thank-You-Slide. Ich habe immer irgendetwas anderes. Ich möchte, dass etwas anderes hängen bleibt als ein „Danke für eure Aufmerksamkeit". Nie. Mein Team weiß das schon. Ich kriege teilweise: „Und ja, wir haben kein Thank-You-Slide dabei." Ich sage: „Ja, ist gut." Ich möchte, dass irgendwas anderes hängen bleibt – „Let's stay in touch" oder was auch immer. Etwas Aktivierendes, was hängen bleibt.


Oder was ich aktuell gerne mache: Ich prompte Songs. Man kann total easy mit Gemini eine Präsentation reinladen. Ich lade die komplette Präsentation rein und sage: „Mach mir eine Infographic-Zusammenfassung." Und dann hast du wirklich ein Megabild über zack, zack, zack alles, worüber du inhaltlich gesprochen hast. Das nutze ich. Da highlighte ich dann aber nur drei Sachen. Und manchmal prompte ich auf Basis der ganzen Präsi auch noch einen Song. Ich sage: „Hey, hätte gerne Uplifting Hip-Hop-Style, dadadada – und erwähne diese drei Sachen, die ich highlighten möchte" – und lasse dann einfach diesen Song quasi closen.


Frage 4: Aus dem Publikum kommt die Frage, wie Nina mit Pannen umgeht – wenn Technik versagt oder schwierige Fragen aus dem Publikum kommen, die einen aus dem Konzept werfen.


Nina: Ich glaube, ein Teil davon ist ein bisschen Erfahrung. Und was da hilft – wie bei vielen anderen Sachen auch: Ich finde schlechte Manager sensationell, weil ich so viel auch von schlechten Managern gelernt habe, wie ich nicht sein möchte. Genauso sieht man häufig schlechte Präsentationen und auch Leute, die in so einer Situation nicht souverän damit umgehen.


Ich hatte wirklich schon ein paar Präsentations-Sillas on Stage erlebt, die dann mega zickig, biestig, schnippisch wurden: „Der Klicker geht jetzt hier nicht und es geht nicht." So kannst du nicht auf der Bühne stehen und ins Opening gehen. Es gibt irgendwelche Sachen, wie viel Zeit man hat, eine Audience für sich zu gewinnen. Wenn du da anfängst mit irgendetwas, was den Vibe total killt, hast du schon verloren. Don't do it. Insofern egal, was passiert: souverän bleiben, lächeln und überlegen: Okay, was ist jetzt der next best move?


Mein Joke ist dann meistens: „Okay, da brauche ich jetzt mal kurz einen menschlichen Klicker, bitte." Oder ich witzel über die menschliche Intelligenz, die jetzt gerade was auch immer versagt hat. Dadurch, dass ich die Speaker Notes alle mache und gerade die wichtigen Präsentationen auch viel auswendig lerne, kann ich wahrscheinlich fünf Minuten so überbrücken und erzählen, was ich erzählen möchte.


Fangt nicht an, Witze zu erzählen. In meinem Plan B würde ich mir wirklich die Frage stellen: Was, wenn jetzt der Screen ausfällt? Was, wenn dies oder jenes ausfällt? Wenn es länger dauert, dann sagt man dem Veranstalter oder intern: „Hey, da machen jetzt alle mal kurz fünf Minuten noch Kaffeepause." Oder: „Jeder dreht sich hier kurz zu den Menschen um hinter sich, begrüßt links und rechts und stellt sich vor." Ich würde mir ein, zwei, drei Sachen überlegen, mit denen ich doofe Momente, in denen Technik versagt, überbrücken kann.


Und auch wenn schwierige Fragen kommen – das ist auch etwas, was ich im Laufe der Zeit gelernt habe: Manchmal kommen ein paar doofe Fragen, die einen aus dem Konzept werfen. Das hatte ich definitiv auch schon ein paar Mal. Da ist aber echt das Ding, was ich gelernt habe: Du bist nicht auf der Bühne, um Fragen zu beantworten. Du bist auf der Bühne, um Messages zu senden. Und wenn du deine Messages klar hast, dann kannst du wirklich jede Frage aufnehmen: „Hey, das ist ein super interessanter Punkt. Darüber haben wir uns auch schon viele Gedanken gemacht, weil was uns als Unternehmen total umtreibt, ist Folgendes." Nimmst du es ein bisschen auf, beantwortest es nicht wirklich. Das ist wirklich so ein kleines Politiker-Ding. Politiker trainieren das hoch und runter. Und sowas kann man auch super üben.

 

Abschluss


Merlene: Perfekt. Sehr schön. Ich nehme auf jeden Fall super viel mit. Ich werde mir im Nachhinein auch immer meine Speeches angucken, wenn ich sie aufgenommen habe, und mit KI vielleicht – wie hieß das nochmal?


Nina: Yoodli. Y-O-O-D-L-I.


Merlene: Perfekt, dann haben wir das auch klar. Ich finde es auch super, dass du schon Werbung gemacht hast für Anna, weil das ist besonders schön, dass wir hier so eine Gruppe haben heute, die das direkt auch üben kann. Und ganz, ganz herzlichen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast.


Nina: Vielen Dank für's Zuhören und eure Fragen.


[Transkript Ende]


Ein Event, aus dem wir viel mitnehmen konnten


Sichtbarkeit entsteht nicht zufällig, sondern durch bewusste Kommunikation und kontinuierliche Entwicklung. Nina Michahelles zeigt, wie Präsentationsfähigkeiten, klare Botschaften und strategisches Auftreten maßgeblich zur beruflichen Wirksamkeit beitragen.





 
 
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