Zwischen Unicorn-Wachstum und Krebsdiagnose: Wie Sophia Rödiger Resilienz und Leadership neu definiert
- leadHER

- 8. Feb.
- 61 Min. Lesezeit
Sophia Rödiger, CMO bei 1KOMMA5°, hat eine Karriere zwischen globaler Transformation bei Daimler und der Gründung des Deep-Tech-Startups bloXmove hinter sich. In dieser Episode des leadHER Podcasts erzählt sie von Resilienz und Leadership in ihrer pursten Form.
Sophia spricht offen über ihren größten Wendepunkt – eine Krebsdiagnose –, die sie dazu zwang, ihre Zeit und Energie radikal neu zu bewerten. Erfahre, warum sie heute keine Sekunde mehr verschwendet, wie sie als introvertierte Leaderin ein Clean-Tech-Unicorn mit aufbaut und warum echte Stärke oft in der Stille liegt.
Disclaimer: Dieses Transkript wurde mit KI erstellt. Es können Abweichungen zum Original-Audio vorkommen.

Hör jetzt das ganze Gespräch mit Sophia.
Resilienz und Leadership: Das vollständige Transkript mit Sophia Rödiger
[Merlene]
Herzlich willkommen, Sophia. Wir sind hier beim 1KOMMA5° Showroom in Hamburg. Herzlichen Dank für die Einladung.
Ich freue mich sehr, heute mit dir zu sprechen. Du bist hier die CMO. Als allererste Frage, wir haben ja ein sehr junges Publikum.
Was ist eine CMO? Was heißt das und was machst du?
[Sophia Rödiger]
Gute Frage. Würde ich auch manchmal gerne wissen. Mein Team weiß es auf jeden Fall nicht.
Chief Marketing Officer, fangen wir doch mal so an. Dafür steht es. Jetzt fragst du schon zu Recht, und deswegen ist die Frage wichtig, weil ja auch jede Firma dieses Profil ein bisschen anders lebt.
Und ich würde sagen, bei uns bei 1KOMMA5° , erst mal schön, dass du hier bist im Showroom. Am Ballindamm leben wir das ein bisschen anders, weil für uns Marketing mehr ist als jetzt einfach Werbung. Am Ende ist das ja Werbung.
Du platzierst dein Produkt. Das ist natürlich erst mal das, was grundsätzlich per se die Definition ist, an den Markt bringen, das Marketing. Aber wir haben von Beginn an gesagt, unser Thema, und das steckt ja schon so im Namen mit den 1KOMMA5° , das Klimaziel.
Wir sind ja ein Energie-Technologie-Unternehmen. Da haben wir gemerkt, unser Thema braucht im ersten Schritt vor allem Bildung und Aufklärung. Wir setzen ganz viel auf TV-Formate, Podcast-Formate, bis hin zu einem eigenen Podcast auch.
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Wir gehen überall hin, wo wir selber auf Bühnen oder so darüber reden können, bauen aber auch viel mit Hearbeat-Pionier-Programmen und mit Kundengesprächen Erfahrungsberichte auf, dass einfach Menschen Zahlendaten, Fakten und echte Menschen dazu sprechen haben. Und eben nicht nur irgendwie eine Hochglanz-Fancy-Kampagne auf Social Media, die vielleicht dann aber auf der einen Seite zwar total schön im Verkauf, was das neuste Produkt ist hier in diesem Thema, aber nicht ehrlich rüberbringt, warum ein Mensch motiviert war und was es vielleicht auch für Stolpersteine gab. Und vielleicht noch eine Ergänzung.
Ich habe natürlich die große Chance, gerade mit dem Team zusammen eine Marke ganz neu aufzubauen. Wir haben bei 1KOMMA5° gesagt, wir wollen anders sein, als es alle anderen machen, als alle Eons, Wattenfalt, Stromanbieter, die du so kennst, aber auch als alle Solateure, die du so kennst da draußen, von Hamburgs kleiner Solarbutze bis hin zu den Großen, vielleicht auch wie Enpal als ein Mitstreiter, und wollen es sexy machen. Wir haben von Beginn an gesagt, erneuerbare Energie und diese ganze Klimadiskussion, die muss raus aus Grün-Politik, aus einer Öko-Nerd-Nischen-Ecke, sondern die muss für den Mainstream attraktiv sein und auch Spaß machen.
Und da haben wir unser Ziel gesetzt, eine Lifestyle-Marke aufzubauen. Und das ist einzigartig, dass ein Energieunternehmen Showrooms aufmacht, wie den hier, eine Lifestyle-Marke entwickelt, damit Energie wirklich Spaß macht. Und am Ende ist natürlich ich, das Team, was dann auch guckt, kommt das in die Reichweite?
Adressieren wir die richtigen Kanäle? Targeten wir richtig aufgrund von Daten? Also Marketing ist mehr und mehr auch Datenanalyse und Performance.
Und diesen Spagat machen wir immer wieder. Da haben wir gute Leute, dass wir auf der einen Seite eine starke Marke aufbauen und Bildung und Awareness, das ist die eine Seite. Dann würde ich sagen, Vertrauen und Kundenerfahrung in der Mitte verbindend.
Und auf der rechten Seite die Performance, die Datenanalyse, damit du auch, und auch hier kann man ja viel bei dem Thema Nachhaltigkeit machen, streust du jetzt einer Gießkanne deine Sachen einfach über alle und über alle Kanäle. Was by the way auch jeder Post, muss man sich bewusst machen, jeder Social-Media-Post, jedes Video, was du aufnimmst, das ist Energie, die dahinter steckt. Das braucht Strom.
Und da fragen wir uns auch bei jedem Post natürlich ganz klar auch, oder auch KI-Nutzung, wie wenn du Chachipiti oder so nutzt, was ist dahinter vielleicht auch für ein Energieverbrauch? Und wie können wir effizient damit umgehen? Das heißt ja nicht, dass wir es nicht machen sollten, nur immer vielleicht auch bewusst fragen, wie tage ich es, wie oft setze ich es ein?
Und da können die Daten natürlich enorm viel verraten. Und da würde ich sagen, sind wir schon sehr, sehr weit im Vergleich vielleicht auch zu der Branche.
[Merlene]
Das finde ich eben eine richtig schöne Herangehensweise, auch auf das Energielevel von so Postings zum Beispiel zu gucken. Oder KI, ich habe vor kurzem mit Diana Eder aufgenommen, und die ist Personal Branding Expertin. Und da sind wir so auf das Thema eingegangen, dass es sehr viel einfach Content gibt, der auch nicht unbedingt immer Mehrwert schafft.
Und sie hat das quasi auf die Ebene bezogen, dass wenn man sich bewusst machen würde, dass man vielleicht anderen Menschen auch Zeit klaut, sozusagen, dass man dann vielleicht nicht so viel Müll produzieren würde, einfach auf Masse, sondern auch auf die Qualität vielleicht ein bisschen guckt. Und das, finde ich, ist ein ähnlicher Approach nochmal auf eine andere Ebene bezogen, halt auf die andere Ressource, die Energie. Und ich finde aber auch sehr, dass du mit Herzblut dabei bist.
Ich weiß, du hast Psychologie studiert oder Wirtschaftspsychologie. Genau, Wirtschaftspsychologie. Genau, und das ist ja auch ein sehr statistisch getriebener Studiengang.
Wie hast du dann die Transition gefunden ins Marketing? Weil es ist ja schon was anderes, wenn man Psychologie gemacht hat vorher. Ich weiß, du hast auch dann Human Resources, glaube ich, im Master gemacht.
Wie ist das zustande gekommen?
[Sophia Rödiger]
Boah, gute Frage. Und da merkt man immer, wie alt man ist, wenn man jetzt die ganzen Schritte mal so durchgeht. Sieht man dir nicht an.
Danke schön. Ich versuche es frisch zu halten, zumindest für die Marke. Nee, auf jeden Fall, genau.
Ich glaube, grundsätzlich erstmal so der Einstieg auch. Und das ist ja immer spannend, wie geht man so seine Wege. War ganz interessant, dass ich eigentlich Bio-Leistungskurs hatte.
Und eine unfassbar gute Lehrerin damals war auch, muss ich sagen, einer der einzig Guten. Aber die war für mich wirklich schon damals Mentorin eigentlich. Heute würde man es so nennen.
Damals hatte ich dafür keinen Begriff, aber war ein wahnsinns Vorbild für mich. Tolle Frau, sehr unabhängig, verrückt bunt, irgendwie auch schon gerade im Lehrertum auffällig. Und die hat mir einfach so richtig die Liebe zu Bio gegeben.
Und ich habe super gerne Herzen seziert und dachte so, ich muss jetzt in Bio was machen. Dachte dann, also was wird denn das? Lehramt oder Labor?
Bei beiden mich gar nicht gesehen, gerade Lehramt auch nicht. Meine Eltern sind beide Lehrer und für mich war das so auf gar keinen Fall. Und ich hatte immer einen Hang zur Wirtschaft.
Und dann habe ich so gedacht, gut, was könnte es denn werden? Na gut, Bio irgendwie nicht, aber nah am Menschen ist das Gehirn. Und so bin ich in das ganze Thema Psychologie rein.
Auch am Anfang viel mich mit Neurowissenschaft beschäftigt. Spannenderweise wird mir jetzt heute immer mehr klar, warum wieder. Weil auch das Hirn braucht Energie.
Alles ist eigentlich auch im Hirn auf Energiesparen ausgelegt, was wir tun jeden Tag so. Und diese Geschichte, muss ich jetzt rückblickend sagen, zieht sich als Faden durch, Energie. Ich habe dann aber gemerkt, gut, Wirtschaftspsychologie macht mir richtig Spaß.
Ich will aber nochmal echt mehr in der Wirtschaft verstehen. Jetzt nicht gleich ins klinische gehen. Deswegen, wie du zu Recht sagst, habe ich dann im Master auch Air Human Resource und Organisationsgestaltung nochmal vertieft.
Weil ich gemerkt habe, ich hatte doch viel Statistik, viele Psychologie-Theorien, viele Therapieansätze auch. Aber wenig Wirtschaft. Und ich hatte Sorge, dass mir das zu wenig wird, wenn ich jetzt reingehe in die wirklichen Unternehmen.
Und dann hat mich der Weg in die Automobilindustrie gebracht. Weil ich einfach das Auto ein unfassbar emotionales, spannendes Produkt fand. Und auch damals schon diesen Trend hinzu, wie geht denn das weiter mit diesem Benziner.
Und bin ja dann auch im Charging-Bereich angefangen. Da wollte noch keiner was von E-Autos wissen.
[Merlene]
Zu welcher Zeit war das ungefähr?
[Sophia Rödiger]
Das war bestimmt vorüber. Also mit 24 bin ich eingestiegen. Jetzt bin ich 36.
Also du kannst dir ausrechnen, vor wie vielen Jahren. Über 12 Jahre. Und bin da eingestiegen.
Wie gesagt, das war noch ein super Nischenthema. Das ganze Thema mit Elektro und Ladung. Viel experimentiert in der Forschung.
War aber super spannend gewesen. Bin dann aber nochmal mehr so in den digitalen Bereich. Als das ganze Trend des Car-Sharings aufkam.
Und wir von Mercedes heraus ja auch Cut2Go und Moodle und Co. aufgebaut haben. Das war eine super spannende Zeit.
Also auch hier wieder viel aufbauen. Ich würde auch sagen, wenn ich das jetzt mal so runterbreche, ist das meine große Stärke. Immer an Punkten.
Und da ist auch die Psychologie, die ich heute besser einsetzen kann. Und auch weiß, wie. Ist genau ein Stellhebel.
Nämlich, du kannst ja über die geilste Innovation reden. Und dir noch so viele coole Sachen ausdenken. Und du kannst auch wissen, kannst ja faktisch schon wissen, dass das das Beste ist, was die Welt gerade braucht.
Wenn du es nicht transportiert kriegst und Menschen in die Adaption kommen, dann hast du weiterhin als Gründerin eine geile Idee, aber setzt es leider. Und dann stirbst du in Schönheit. Nämlich in deiner schönen Schönheit, deiner Idee.
Und ich liebe diese Brücken, wo du zu dem Mainstream eine Brücke baust, damit sie das versteht. Und in der Phase bin ich genau als Kommunikatoren auch gerade bei 1KOMMA5° . Weil wir in den Mainstream dieser Energietechnologien dürfen.
Mit Mutter Natur, mit Wind und Sonne. Reden wir bestimmt nochmal drüber. Und das war, würde ich sagen, immer der Punkt auch schon bei Mercedes.
Viel Technologie, Menschen etwas Neues erklären zu dürfen, hat mich dann auch dazu gebracht, dass ich nach einer kleinen, ich würde sagen, persönlichen Stopp und Denkzettel, jetzt rückblickend weiß ich, die Krebskrankheit war eine Liebeserklärung meines Körpers. Damals konnte ich es noch gar nicht einordnen. Aber ich habe es als ein großes Geschenk gesehen und danach viel verändert.
Bin bei Mercedes auch raus, habe gemerkt, ich brauche von Energie. Ich will etwas Eigenes manifestieren. Ich bin vom Energietyp Manifestor.
Und ich wusste, ich muss mit meiner Energie, mit Visionen woanders hin, wo ich wirklich mit weniger Anpassung durchs System komme. Ich habe viel gelernt. Reden wir bestimmt nochmal drüber.
In der Zeit bei Mercedes war ich auch Vorstandsassistentin. Also auch viel Politik, Kommunikation, Stakeholder-Management. Ich würde sagen, das ist auch eine meiner Superkräfte heute.
Aber ich habe doch in der Systemanpassung sehr gelitten, energetisch. Und das weiß ich heute besser zu machen. Bin dann raus, habe gegründet, habe ein Management-Buyout gemacht.
Also Technologie bei Mercedes abgekauft. Im Blockchain-Bereich gegründet.
[Merlene]
Ich weiß überhaupt nicht, was das heißt.
[Sophia Rödiger]
Management-Buyout? Oder meinst du Blockchain?
[Merlene]
Also wieso hast du den Management-Buyout überhaupt gemacht?
[Sophia Rödiger]
Ja, ein Management-Buyout ist quasi der Faktor, du kannst auch sagen, manche gründen aus, aus einem großen Konzern, weil sie eine Idee mitnehmen oder sowas, oder ein Team. Und wir haben Technologie abgekauft. Also wir hatten damals bei Mercedes eine große Chance, mit verschiedenen Startups eine Innovationsplattform zu bauen.
Da ging es auch um Zertifikate für, tankst du, also lädst du dein Auto wirklich mit grünem Strom. Da muss ich mal kurz unter zwei hin. Und diese Technologie wollten wir bewusst raushaben, um selber weiterzumachen ohne Mercedes.
Die haben das nicht mehr als, die haben es gerade nicht mehr auf ihrer Agenda gesehen, war ja auch die Phase, wo Mercedes viel umgebaut hat, wieder mehr Fokus aufs Auto gesetzt hat, aufs Auto mit Batterie quasi. Und da ist viel Innovation links und rechts auf der Straße geblieben, was auch okay ist. Ich glaube, es war ein natürlicher Selektions-Clean-up-Prozess.
Wir haben halt eine große Chance gesehen in dieser Technologie und dann haben wir uns Investoren gesucht, externe Investoren, und haben die Technologie rausgekauft und ein eigenes Startup aufgebaut. Und da war ich zu der Zeit Gründerin CEO mit, genau, das war im Blockchain-Bereich. Eine irre tolle Phase.
Auch hier ganz spannend, wieder eine ganz neue Technologiesprache gelernt. Rein Männerdominiertes Feld, also super spannende Zeit gewesen. Aber auch da haben wir leider dann nach ersten Fundingrunden nicht mehr die Anschlussfinanzierung in der Höhe bekommen und dann mussten wir es verkleinern.
Und dann habe ich auch gesagt, für mich geht es, glaube ich, weiter in eine große Station, weil ich hatte so richtig in mir diesen Wunsch, in die Breite zu skalieren. Also ich wollte mit dem, wo ich bis dahin auch gelernt habe, was ich gut kann, ja, gerade diese Brücken bauen, Menschen in der Adaption helfen, das wollte ich jetzt auf einer großen Ebene auch skalieren. Und wie es dann so ist, ich glaube, wenn man für sich sehr klar weiß, was man jetzt auch gerade will, dann kommt das auch zu einem.
Das Universum ist oft sehr dankbar. Und ich habe dann bei einem OMR-Talk Backstage den Philipp Schröder, meinen jetzigen Chef, kennengelernt. Und das haben wir uns irgendwie gut verstanden.
Ich fand seinen Talk auf der Bühne unfassbar inspirierend und habe gedacht, wow, gerade so richtig Kribbeln gemerkt. Es kommt eine wahnsinns Purpose, also ein Sinn und Zweck mit einer Vision zusammen und einem unfassbar Gründungsteam, spannenden Gründungsteam. Ich will da mitwirken.
Ich will das mit aufbauen. Und dann ist ja manchmal, wie es so ist, erst mal entsteht gar nichts. Man bleibt über Social Media in Kontakt.
Ich hatte dann auch verfolgt. Die ersten Shows wurden eröffnet und so weiter. Und habe mich dann beworben, als die Chief Marketing Officer-Stelle ausgeschrieben war.
Habe erst mal eine Ablehnung bekommen. Und auch da wieder dranbleiben ist immer gut. Und habe gesagt, gut, das passt vielleicht auch einfach nicht.
Ich bin ja auch kein klassischer Marketeer. Ich habe de facto nicht Marketing gelernt, vom Fach her, jetzt von der Ausbildung. Und habe dann auch selbst gedacht, ja ne, Sophia Weitz war jetzt auch ein bisschen großgegriffen.
Bin ich weiter beworben, wollte weiter im Charging-Bereich arbeiten. Und dann kommt manchmal so alles, wie es kommt. War, weiß ich noch, vor über drei Jahren jetzt, vor Pfingsten.
Also ziemlich bald, genau vor drei Jahren. Ich wollte fast an dem Tag einen Vertrag unterschreiben. Das Leben wäre ganz anders gekommen, wenn ich das gemacht hätte.
Wollte noch Bedenkzeit. Habe überlegt, Pfingsten möchte ich noch mal überdenken. Wollte mit der Familie weg, im Wald.
Ich so, genau, perfekt, um nochmal so ein bisschen zu recappen. Und an dem Nachmittag im Zug gesessen, losgefahren zur Station im Wald. Und Philipp Schröder schreibt mir, ob ich noch verfügbar bin.
Und er glaubt, das passt jetzt genau rein. Wir brauchen so jemanden wie dich. Können wir reden.
Ich habe gesagt, okay, aber schnell jetzt. Und dann ist 1KOMMA5° auch immer sehr entschlossen, wenn wir was wollen und wissen, es passt. Dann geht das super schnell.
Dann war das eine Sache von einer Woche. Einmal mit allen gesprochen, allen Gründern, mit allen aus dem C-Level. Und dann war das ein guter Start.
Und dann hat sich jetzt natürlich auch viel geformt in der Zeit noch. Und Rollen haben sich gut gefunden. Die Firma verändert sich ja auch gerade rasant mit den vielen Schritten, die wir machen.
Die Marke ist so was von weiter gereift. Und es war so und sollte so sein. Also das war mal so der Weg.
Und da siehst du schon, Energie hat sich als Thema durchgezogen. Von Hirn bis Charging, im Auto die Ladung. Und jetzt eben im großen Stile bei dir zu Hause.
Für Wärme, für Haushaltsstrom, für Mobilität aber auch. Also auch für dein Auto. Und jetzt halt in einer ganz großen Skalierungskraft, weil wir halt so dringend auf Erneuerbare setzen müssen.
Gerade jetzt mit all der Politik. Und ja, leider auch kritische Dinge, die geopolitisch ablaufen. Mit Gas und Öl und so weiter.
Ist das, glaube ich, die wichtigste und beste Zeit gerade. Und das sollte so sein alles. Also da bin ich auch überzeugt, wenn du das Thema gefunden hast, wo du deinem Weg und deiner Passion treu bleibst.
Und das kann trotzdem heißen, dass sich das Thema immer mal wieder verändert, in andere Kontexte bringt. Aber Energie war es irgendwie immer. Und das merke ich auch immer wieder, wenn ich darüber rede.
Was jetzt wichtiger denn je ist, weil ich jeden Tag darüber reden muss und darf. Dann hast du einen Wahnsinns-Wettbewerbsvorteil. Warum?
Weil alle Leute, die einsteigen jetzt, weil sie merken, oh, Erneuerbare ist ein cooles Feld. Oder KI ist ein geiler Hype. Oder Trend oder Innovation.
Sprich nicht mit auf, du wirst nicht das aufholen, was du dir schon aufgebaut hast. Wie oft du hingefallen bist. Gescheitert, ausgelacht wurdest, ausgebucht wurdest.
Was du dir an Geschichten, Anekdoten aufgebaut hast. Und natürlich am Ende auch hartes Wissen. Das holt keiner mehr auf.
Und deswegen ist das schon so ein bisschen auch mein Learning. Viele Hakenschläge im Leben. Ja, mein Lebenslauf ist sowas von bunt und wild.
Und Cut hier, Stopp da, wieder da. Aber das Thema zieht sich durch. Und das macht mich natürlich jetzt glaubwürdig.
Auch wenn man im Außen erst mal denkt, wow, die hat ja so viele Stationen. Und weiß die überhaupt, was los ist so? Und wo die hin will?
Ist die auf der Suche? Oder läuft die weg? Kriege ich auch ganz oft die Frage.
Nee. Ich habe zwar immer mal wieder so einen Trend in mir von Energie, der umschlägt. Zwischen Wirkung im Einzel.
Deswegen auch die Therapie. Und dann doch die Psychologie, die durchkommt. Versus dann Wirkung auf großen Bühnen, in der Masse, im Mainstream, Gesellschaft, Deutschland oder sogar eben die Welt.
Wir sind jetzt auch in sieben Märkten aktiv. Und da schwingt mein Herz ganz oft hin und her. Aber das Thema ist es.
Und da kann ich auch jedem Menschen nur sagen, der noch sucht, das findet man. Mit ein bisschen auch Mut zum Experimentieren. Aber dann auch ein bisschen Vertrauen, dass das auch die Zeit tun wird.
Aber dann stick to it. Das ist echt wichtig. Würde ich mal so mitgeben.
[Merlene]
Ich finde es irgendwie total interessant, dass du gerade sagst, dass du von außen gespiegelt bekommst. Dass man gar nicht so wirklich versteht, okay, wieso ist sie jetzt da? Weil ich finde, in der Kommunikation wirkst du so klar.
Also in jedem einzelnen Schritt. Wie hast du das gefunden? War das schon immer so, dass du genau wusstest, was du willst?
Also jetzt vom Schulabschluss bis zum Studium. War das da auch schon so?
[Sophia Rödiger]
Nee. Und ich glaube auch, dass man wirklich schon genau wusste, was man will. Ob ich da so ganz genau immer heute bin, weiß ich auch nicht.
Ein großes Fragezeichen. Aber man ist inzwischen, glaube ich, also ich bin sehr gut darin geworden, zu merken, was sind die Umfelder, die mir gut ... Also ich höre sehr stark auf mein Energiemanagement.
Und das klingt manchmal so nach irgendwie WUSA und so. Nein, das ist halt einfach, eigentlich ist es Quantenphysik. Weil Energiefelder sind um uns herum.
Und ich glaube, ich merke inzwischen sehr, was mir Energie zieht. Und das ist auch okay. Ich meine, wir leben nicht rosarot irgendwo in einer verliebten Welt, sondern du hast Tage, Phasen, vielleicht sogar auch Jahre, die intensiv sind.
Aber das muss bewusst, immer mit einer bewussten Entscheidung dazu sein. Und ich brauche dann unbedingt die anderen Felder, die mich wieder aufladen, in eine andere Richtung. Und ich glaube, da bin ich sehr gut darin geworden, das zu fühlen und zu merken, was ist mein Feld, wo ich auch richtig gut wirken kann, mit stärken.
Und der Fokus musste sich erst herausarbeiten. Ich war früher viel mehr mit meinen Schwächen beschäftigt, muss ich ganz ehrlich sagen. Die Zeit, wenn du vorhin auch auf Zeitsparnis und Zeitsensibilität gesprochen hast, wo es um deinen Content ging, in deiner guten Darstellung, dann ist das auch ganz klar mein Thema, jetzt meine Lebenszeit.
Und jetzt habe ich vorhin schon so angedeutet, dass ich natürlich auch diese harte Erfahrung mit einer Krankheit hatte, wo mir wirklich gesagt wurde, ich habe ein halbes Jahr. Das heißt, ich bin natürlich noch mal ganz anders sensibilisiert für dieses, wir haben hier eine limitierte Zeit geschenkt bekommen. So sehe ich es auch wirklich auf diesem Planeten.
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Und A, mit ihm sollten wir umgehen, und zwar gut umgehen. Und B, mit dieser Zeit wertvoll umgehen und was daraus machen. Also ich habe eine wahnsinnige Aversion entwickelt gegen Menschen, die verschwenden, die ihre Zeit verschwenden und dann nur noch in so einem Jammern und sich selbst immer als Opfer sehen, nicht mehr so im Driving Seat sind.
Und ich glaube, diese Energien kommen bei mir so zusammen und das hat sich erst über den Weg herausgebildet. Da war ich, wenn du das so fragst, wo bin ich damals eingestiegen, weit von entfernt, wie gesagt, sehr stark mit Schwächen beschäftigt und im Vergleich immer mit vielen anderen. Ich glaube, das ist aber auch so Jungsein, da ist man da auch noch so.
Da habe ich jetzt auch irgendwie Glück, so mit guter Mitte 30 ist man da, glaube ich, auch ein bisschen schon mehr bei sich. Und das wird noch besser, glaube ich. Aber ich hatte so immer, würde ich sagen, einen groben Rahmen, in dem ich mich bewegt habe, der für mich sehr klar war.
Ich wusste schon immer auch sehr klar, du ich natürlich Vorbilder. Und da muss ich auch sagen, das ist das A und O in meinem Leben gewesen. Ich wollte studieren unbedingt.
Meine Eltern waren tolle Vorbilder für mich, vor allem meine Mutter, die es geschafft hat, auch so als Erste in unserer gesamten Stammbaumlinie als Frau unabhängig zu sein, finanziell. Und das war für mich, das hat sie mir auch immer so mitgegeben, war für mich ein Wahnsinnstreiber, komplett auf meinen eigenen Beinen zu stehen, niemals von einem Mann abhängig zu sein. Ich weiß gar nicht, warum ich das so stark habe, aber das war mir sehr, sehr wichtig.
Und da ist sie immer als Vorbild auch vorangegangen. Und ich hatte früh starke Frauen als Vorbilder, also wie vorhin auch meine Bio-Lehrerin genannt, ebenfalls eine sehr unabhängig wirkende Frau, auf jeden Fall. Und das hat mir schon immer viel Rahmen gegeben, Vorbild und so eine Grundstruktur von wo will ich hin.
Also ja, ich möchte studieren, das ziehe ich irgendwie durch. Dann, wie gesagt, diese Liebe zum Bio, die früh kam. Also der Mensch hat mich irgendwie fasziniert.
Und da wusste ich schon auch, da muss es hingehen. Aber that's it. Und wenn du mich heute fragst als Kommunikatorin, meine Eltern leben leider beide nicht mehr.
Ich glaube, die werden unfassbar irritiert im ersten Schritt, weil ich war, mündlich, schlechteste Noten. Ich war total still, in mich gekehrt, gerade in der Schule, immer alles so, die muss mal ein bisschen mehr mitarbeiten und so, super zurückhalten. Es würde keiner glauben, also gerade meine Eltern nicht, dass ich jetzt irgendwo so aller Rampensau auf Bühnen stehe mit 10.000 Menschen im Publikum. Und da werden sie, glaube ich, stolz. Und ich habe auch immer oft hinterfragt, wo kam das eigentlich? Und ich glaube, es geht wieder einher mit dem, was wir gesagt haben.
Das Vertrauen dann in sich, in die Stärke, aber auch das Thema finden, dass man Bock hat zu reden und auch wirklich daran glaubt. Und am Ende natürlich auch, muss man sagen, und da deswegen, wenn ich vorhin sage, wie wichtig mir Bildung ist. Unser Bildungssystem, da schaue ich schon sehr kritisch drauf, natürlich auch mit zwei Eltern als Lehrer, die ich da begleitet habe in ihrer Zeit.
Viele Freunde sind auch Lehrer. Und dann natürlich meine eigene Erfahrung, dieses Schulnotensystem, auf Schwächen fokussiert. Dann, wie gesagt, so mündliche Noten.
Warum habe ich nicht mitgemacht? Ich habe mich hardcore gelangweilt. Ich bin, jetzt sagt man ja, so ADHS als Diagnose nach, neurodiverse, wie man auch immer nennen möchte.
Und ich habe mich einfach hardcore angepasst. Ich habe viel im Sport kompensiert, viel Leistungssport gemacht, schon ganz früh. Und dann halt viel dort kompensiert und in der Schule meistens komplett abgeschaltet, ganz andere Dinge im Kopf gemacht.
Ich war in meiner ganz eigenen Welt im Kopf. Und deswegen hat es mich super gelangweilt, mich zu melden und nachzuquatschen. Und das war ein Ding, wo ich so sage, ja, das war einfach für mich nicht gemacht, diese Art und Weise.
Und ich habe Glück gehabt, würde ich sagen. Ich kenne viele andere, die dann eher in Rebellion gehen, auch in einer maßlosen, vielleicht auch Überforderung, bis hin zu vielleicht auch sogar, ja, dann psychosomatischen Dingen, also Krankheiten sich auszeichnen, weil man immer kompensiert, kompensiert, kompensiert. Ich konnte das scheinbar gut in eine andere Energie richten und war da einfach nur still und habe mich angepasst und bin damit gut in Anpassung geworden, glaube ich.
Und das hat mir natürlich dann auch in der Mercedes-Benz-Welt vielleicht mich fast ein bisschen zu lange dort bleiben lassen. Sieben Jahre war ich doch auch da, in verschiedenen Situationen zwar. Das hat mir viel Vielfalt gegeben und gelernt.
Aber in der Anpassung war ich schon sehr lange und weiß jetzt nicht, ob das die Ursache war. Aber ich würde sagen, der Denkzettel, wie gesagt, meines Körpers kam nicht in der absoluten Überarbeitung. Da würde ich sagen, mache ich jetzt gerne mehr.
Sondern ich würde sagen, das war eine zu krasse Systemanpassung, die mich energetisch, ich war nicht in Balance, sagen wir es mal so. Und rückblickend kann ich da besser drauf gucken und hätte vielleicht auch Frühwarnungen und Warnzeichen meines Körpers anders deuten können, um gar nicht erst so weit reinzurennen. Aber es ist manchmal so, rückblickend ist man immer schlauer und versteht das Leben besser.
Und deswegen bin ich trotzdem dankbar dafür. Und vielleicht werde ich deswegen jetzt immer besser, um Dinge anders schon im Frühjahr zu erkennen.
[Merlene]
Du hast gerade ziemlich viele wichtige Dinge genannt. Ich muss gerade irgendwie mal gucken, wie ich sortiere, weil ich allein das Schulthema so wichtig finde. Da habe ich vor Kurzem auch mit einer Karrierecoachin darüber gesprochen, die jetzt mit uns einen Workshop macht.
Weil ein Teil von leadHER sind ja auch die Workshops, die wir für Studentinnen von Frauen in Führungspositionen machen. Und da geht es auch darum, dass man halt viele Stärken, die man selber hat, häufig nicht erkennt, weil sie einem erstens einfach fallen. Und zweitens, weil es halt in der Schule gar nicht relevant ist.
Da ist halt nur die Wissensabfrage relevant. Kannst du dich melden und das sagen, was gerade richtig ist? Aber wie bist du im Sozialverhalten?
Wie gut kannst du allein da auch schon so, wie heißt das, Wissenstransfer leisten und so weiter? Und das ist mir tatsächlich super wichtig, dass man, wenn es schon in der Schule dann nicht gemacht wird, man danach eben eine Möglichkeit hat, das irgendwie für sich zu erfassen. Aber was ich auch sehr interessant finde, ist dieses Thema Anpassung, was du jetzt mehrfach genannt hast.
Wie würdest du sagen, hat sich das denn bei Mercedes wieder gespiegelt und was ist jetzt der Unterschied zu deiner Rolle bei 1KOMMA5°, dass du es nicht mehr so machen musst?
[Sophia Rödiger]
Also spannenderweise sogar, da habe ich ein paar Bilder sogar im Kopf. Man kann das ganz plakativ sogar zeigen. Ich bin ja sehr früh, sehr jung, dann mit 25 schon Führungskraft bei Mercedes geworden.
Da kriegst du sehr schnell einen Dienstwagen. Da hast du den Dienstwagen bestellen. In der Richtlinie, die sind alle schwarz.
Also das ist wie der Anzug, der dort wirklich getragen wurde. Hast du das schwarze Auto, die schwarze Limousine als Dienstwagen. Habe ich auch in der Thesis damals analysiert.
Also dass der Dienstwagen selbst auch als Normungsmedium und Mechanismus...
[Merlene]
Witzig.
[Sophia Rödiger]
Kann ich dir mal zuschicken.
[Merlene]
Perfekt.
[Sophia Rödiger]
Ganz spannend, denke ich auch zurück. Ja, selbst dort, es macht es ja auch einfach. Es macht das System einfach, das Hirn, um wieder bei Energiesparen zu bleiben, du musst nicht so viel entscheiden, du hast klare Strukturen.
Das ist ja auch ein großer Vorteil eines großen Konzerns und auch eines Corporate-Lebens, dass auch viel in Richtlinien geordnet und strukturiert ist, weil du sonst viel zu viel auch mit diesen vielen hunderttausend Menschen beschäftigt wärst, immer wieder in Kommunikation und jeden Tag Neuentscheidungen zu gehen. Also wird auch viel abgenommen und genormt über Hierarchien, über Richtlinien. Die Richtlinie zur Richtlinie gibt es da sogar zu lesen.
Also manchmal absurd, um was wir da auch geführt haben, aber deswegen ist der Dienstwagen ein schönes Beispiel auch dafür. Und was jetzt halt so passiert, natürlich ist dann im Sozialen zwischeneinander, ich meine, Unternehmung ist auch einfach immer nur Interaktion und Interaktion zwischeneinander. Und du siehst das natürlich durch Feedback einfach, was du kriegst.
Und jetzt bin ich ein, wie gesagt, neurose-derverser Mensch und auch, ich würde sagen, ich nehme sehr fein auf, sehr durchlässig für Signale im Außen. Und das sind Reize von Musik bis Farben, also die Sinne, aber eben auch ganz klar Feedback von Menschen. Und habe natürlich jede Reaktion gemerkt.
Und dann hintenrum natürlich auch werden dir Dinge gesagt. Ja, Sophia, du versuchst dir immer so durchs Haar zu streicheln, wenn du eine Entscheidung erzwingen möchtest. Oder am Anfang schon auch, ja, deine Berliner Schnauze ist schon auch sehr aufdringlich.
Ein bisschen aufpassen hier bei den Schwaben. Das waren so kleine Dinge. Das war manchmal auch mehr so im Flachs gesagt, aber da steckt immer was drin.
Und als junger Mensch noch auch viel auf der Suche für Frühführungskraft, da wirst du eher mega beäugt. Warum die jetzt so früh? Was hat die anders gemacht?
Dann kommen als Frau noch Kommentare mit rein. Ja klar, bei dem Chef wird es ziemlich schnell deswegen und so. Klamotten und dann noch, wer weiß, was für Dienste leistet.
So eine Statements, wenn du dir immer wieder sowas anhörst, in, wie gesagt, 23 gestartet, 25 Führungsrolle. Da war ich noch weit weg von, dass ich mir sehr selbstbewusst sagen konnte, warum vielleicht auch das jetzt so hier ist und warum ich genau hier gerade so gebraucht werde, wie ich bin. Das heißt, man geht schon.
Also ich bin in die Anpassung gegangen. Mann ist falsch. Es war meine Strategie.
Also viel in die Anpassung gegangen. Hab meine Signale, würde ich sagen, immer noch durch die Innovationsthemen setzen können. War, glaube ich, auch immer noch ein anderer, lauterer, mutigerer Kommunikationscharakter.
Aber muss schon sagen, bin in den Meetings, auch gerade dann in den Runden mit anderen Führungskräften schon auch sehr auf die Standardebene gegangen, wie man zu sein hat. Und das über viele Jahre, muss ich ganz ehrlich sagen. Und dann merkt man manchmal auch schon gar nicht mehr, wie angepasst man im System ist und mitfunktioniert.
Wird ja auch belohnt dafür. Das System belohnt ja dann auch genau das gesehene und das erwünschenswerte einheitlich Verhalten. Und das ist ja auch in den Zielvereinbarungen so verankert.
Am Ende sind ja genau deswegen auch die KPIs so ausgelegt, wie sie sind. Und das hat mich dann schon sehr in die Anpassung gebracht.
[Merlene]
KPIs müssen wir auch nochmal kurz sagen.
[Sophia Rödiger]
Ja klar. Das sind also KPIs, ganz klar. Key Performance Indicators.
Im Unternehmenskontext bekommst du immer, gerade in großen Corporates, kriegst du in Führungspositionen deine Key Performance Indicators verankert, die du in einem Jahr mit deiner Jahreszielvereinbarung zu erreichen hast. Und das ist dann zum Beispiel eine Umsatzzahl. Im Marketingbereich sind das fixe Lead-Zahlen, also Leute, die ihre Daten da lassen müssen, weil sie eine Kaufinteresse haben.
Und so kannst du das jetzt einfach mal grob sagen, dass du unterschiedliche Geschäftszahlen hast von bis. Jeder hat auch ein bisschen andere. Die Kommunikatoren haben natürlich andere als die, die bei den Finanzen arbeiten.
Und so hat jeder Manager dann am Ende auch eine Bonusvereinbarung, die natürlich an den Zielen gekoppelt ist. Was per se ein guter Mechanismus ist, weil du willst ja auch das Unternehmen und die Unternehmensziele weiterbringen. Nur man muss immer gucken, was will man gerade auch von Menschen und was belohnt das System.
Und in dem Fall war eben viel Anpassung auch einfach gewünscht. Und genau, das sind jetzt so kleine Beispiele, um dir mal ein bisschen was zu nennen. Das Feedback, auf was man achtet, die Belohnungsmechanismen, wie sie ausgelegt sind.
[Merlene]
Ja, also dann merkt man ja schon den Unterschied zu dem, wie es heute ist, beziehungsweise ich habe ja 1KOMMA5° oder den Showroom hier auch kennengelernt bei dem Women Leading Tech & Energy Event, das ihr zusammen mit NetLight gemacht habt, wo ich sagen würde, okay, du bist gar nicht angepasst, meinte ich vorhin auch schon, aber so auf die beste Art und Weise. Ich weiß nicht, du hattest so ein gelbes Outfit an, das sah so gut aus. Und irgendwie hat man auch gemerkt, so deine Persönlichkeit kommt irgendwie rüber.
Und das, finde ich, ist auch das Ansteckende sozusagen. Genau, und was mir dann bei dem letzten Event, was ihr gemacht habt, auch noch irgendwie positiv aufgefallen ist natürlich, das, was du jetzt auch schon gesagt hast, dass du sehr offen mit bestimmten Themen umgehst, die einfach das Leben ja auch beeinflussen, also auch die Karriere beeinflussen, weil Karriere, Arbeitsleben ist nicht immer getrennt von dem persönlichen Leben, sondern das geht eigentlich einher. Was hat dich dazu gebracht, das so nach außen zu tragen?
[Sophia Rödiger]
Ja, auch voll gute Frage. Ich muss mir so überlegen, ob mich wirklich so ein Momentum dazu gebracht hat oder so. Also ich würde sagen, grundsätzlich erstmal ganz klar, wie du es gerade beschreibst, und schön, dass du auf jeden Fall auch viel Event-Erleben mitbekommen hast und ja auch Teil der sozusagen Frauenbewegung da auch mit bist.
Resilienz und Leadership: Wenn eine Diagnose alles verändert
Grundsätzlich ist erstmal, glaube ich, und wenn wir nochmal so zurück zu dieser Anpassung schauen, bei Mercedes, dann ist natürlich auch die Art und Weise, wie das System, also was das an Freiraum auch erlaubt in Gestaltung, wie viel musst du abstimmen, wo darfst du einfach mal was ausprobieren und auch dir so ein Signature-Projekt suchen, und dann wirst du schon merken, wenn es die anderen doof finden und Philipp spärt mir da auch ganz klar, wenn er, selbst ein bisschen zum Foliendesign, wenn er das nicht so cool fand irgendwo, aber man darf unglaublich viel erstmal einfach ausprobieren. Und diesen Freiheits hatte ich vorher nicht und habe, wie gesagt, da ja auch, wie ich diskutiert habe, bin an die Grenze in meinem Leben gekommen und habe, und das ist ja ganz oft so, muss sagen, diese Liebeserklärung meines Körpers war ein wahnsinns Umbruch in meinem Leben. Vorher schon ein bisschen begonnen, dass ich meine Eltern so früh leider in den Tod begleiten musste, also auch eine Pflegeerfahrung von beiden hatte, die dich auch nochmal ganz anders drüber nachdenken und fühlen lassen auch.
Und ich habe dann irgendwann auch so gedacht und gemerkt, hey, ich bin immer dann gut, wenn ich genau sowas offen und ehrlich teile. Nicht, weil ich es immer provokant in den Mittelpunkt stellen muss und da irgendwo fischen für Kompliments oder wie geil ich das gelöst habe oder wie toll, dass ich so eine Erfahrung gemacht habe, aber subtil mitgeben und das mag ich einfach, Menschen zuzuhören und dann zu sagen, da habe ich auch eine ähnliche Erfahrung oder warte mal, sowas bei mir. Ich sage dir mal, wie ich das mache.
Also ich habe irgendwie gemerkt, dass es mir liegt, ein Beispiel mit rein zu geben und darüber zu überlegen, strahlt das vielleicht als Influence? Also macht das was bei dir? Wirkt da was?
Resoniert da was? Und diese Verbindung macht mir unglaublich. Die gibt mir auch viel Kraft, wenn ich merke, bei Menschen, da resoniert was.
Deswegen würde ich auch niemals, du hast gerade gesagt, Events und so weiter, mich da hinstellen und mein Standardprogramm runterratern. Ich gucke bei jeder Keynote, wo bin ich? Bin ich in Chemnitz?
Was habe ich für eine Beziehung dazu? Bin ich auf einem Frauen-Event? Was möchte ich euch an dem Abend transportieren?
Und ich vermute, dass das auch etwas, was du gerade, vielen Dank auch dafür, so ein Feedback gespiegelt hast, dass das dann das ist, was dann irgendwie so ein bisschen auch begeistert und so eine Strahlkraft entwickelt, weil du würdest schon auch merken, wenn ich dir einfach meinen großartigen Marketing-Pitch von 1KOMMA5° da präsentiere. Und das macht es, glaube ich, individueller. Ich überlege mir auch, wenn du die Outfits gerade ansprichst, immer wieder was passt gerade zu dem Abend.
Geht es um Strahlen? Geht es um, will ich ein Statement setzen? Welche Farbe ist es?
Will ich provozieren? Und da liebe ich natürlich auch übers Außen, übers Visuelle, die Botschaft, die ich habe, mit zu untermauern. Also ich mag das sowieso immer, so ein bisschen auch heute, kleine Details mit abzustimmen.
Von Sound über Raum, Atmosphäre, die Worte, die ich wähle, das soll ein Gesamtbild ergeben. Und ich glaube, da gucke ich anders drauf, als es andere tun würden. Kriegt das immer jeder mit?
Glaube ich nicht. Aber das habe ich bei 1KOMMA5° gefunden. Und das muss ich sagen.
Also allein der Showroom und diese Idee dahinter, als ich damals auch so reingeguckt habe, dieses Provozierende, das Neon mit dem, ich weiß gar nicht, ob du weißt, das Pinke steht ja bei uns für die Sonnenenergie, für den Sparkle der Sonne, für das Flackern von Sonnenlicht. Und das Mintige steht als Kontrastfarbe für den Wind, für den Windwusch. Also Windenergie, die Kraft des Windes, die sich ja auch zeigt, wenn zum Beispiel Blätter oder Wasser stürmt irgendwo.
Und diese zwei Energien sind ja bei uns immer der Rhythmus, in den wir dich verbringen. Und das zieht sich durch alles durch. Und ich glaube, wenn ich darüber rede, so merkst du auch, wie meine Energie gut mit dem Ganzen hier zusammenpasst.
Und das ist natürlich auch jetzt inzwischen influenzt sich ja alles in alle Richtungen. Und das meine ich, dieses Feld habe ich hier gefunden. Und ich glaube, wenn dann eben auch die Freiheit da ist, das Vertrauen, was dir das Umfeld gibt, in deine Inhalte, und das muss ich auch sagen, ist einzigartig bei 1KOMMA5° .
Es geht wirklich um Talent und um Inhalte hier. Ganz wenig erstmal darum, was du noch alles bist und so weiter. Das klingt jetzt gerade negativ, aber das ist voll positiv.
Weil natürlich werde ich als Mensch gesehen, aber eben erstmal nicht mit meiner Hautfarbe, mit meinem ADHS oder Frau, Mann, irgendwas, sondern erstmal eine Stärke wird gesehen, die darf eingesetzt werden. Und ich kriege erstmal die Freiheit, mit Signature-Projekten die zu beweisen. Findet sich das erstmal?
Hatten wir gleich ganz klar, was Phase ist? Wahrscheinlich auch nicht. Aber das muss ein Unternehmen hinkriegen.
Und du hast vorhin so schön gesagt, dass Persönlichkeiten wirken. Und ich glaube auch, da müssen Firmen immer mehr hin mit all der KI-Entwicklung. Content, hast du vorhin auch genannt, wird immer beliebiger in der Masse da sein, weil du es so schnell auf Knopfdruck prompten kannst.
Dann wird wirklich wirken, wo ein Mensch so Zusammenhänge baut und Gefühl kreiert, Emotionen aufbaut. Und das schaffst du dann nicht über die KI-Anzeige. Das schaffst du nur, wenn du Menschen in dein Leben bringst.
Im Raum, mit Musik, mit was auch immer. Und das, glaube ich, da wird noch spannend werden in den nächsten Jahren, Jahrzehnten, was da auf uns Kommunikatoren zukommt.
[Merlene]
Ich finde es total schön, was du mit dem Licht gerade erzählt hast, dass es so eine Meta-Ebene hat. Ich finde sowas so cool, wenn sowas in der Tiefe so stark durchdacht ist. Und du hattest ja anfangs auch gesagt, dass du, beziehungsweise in unserem Gespräch, dass dir Leute, die sich in so eine Opferrolle begeben, Energie ziehen.
Und ich merke auch gerade so diesen Bezug dazu, dass du so offen mit diesen Themen umgehst. Es gibt ja Leute, die vielleicht in einer ähnlichen Situation waren. Einfach eine sehr große Stärke, sich nicht in diese Opferrolle zu begeben.
Weil man manchmal auch so Geschichten hat, die man sich im Leben erzählt. Oh, das ist mir passiert. Deswegen bin ich jetzt so.
Deswegen kann ich das nicht. Und bei dir ist ja eigentlich genau das Gegenteil. Ich meine, die Sachen, die du erlebt hast, sind so krass.
Also so, dass eine Person, die überhaupt so durchkommt und dann auch noch mit so einer Stärke. Das ist so faszinierend. Und auf jeden Fall danke, dass du so offen damit umgehst.
Was hat dich dazu bewegt, wirklich dann so offen mit diesen verletzlichen Themen auch nach außen zu treten?
[Sophia Rödiger]
Ich denke, das war schon auch sehr stark die Erfahrung mit der eigenen Krankheit. Weil du sehr schnell lernen musst, du hast so limitierte Energie in den Momenten. Gerade ich musste leider von OP bis hin zu Radio, also Bestrahlung und Chemotherapie alles durchmachen.
Das heißt, du hast solche Phasen und so einen Rollercoaster an Energielevel. Und ich musste sehr schnell lernen, Menschen klar zu sagen, was ich gerade brauche. Und in dem Punkt habe ich gemerkt, natürlich einmal im starken Umfeld, mein Inner Circle so aufzubauen, in den Momenten, dass ich dann klar sagen kann, Liebste, beste Freundin, jetzt brauche ich dich gerade hierbei.
Und da war es auch, viele musste ich auch ganz klar selbst meinen eigenen Partner verstoßen, weil der mir gerade in dem Moment nicht geholfen hat, die sechs Stunden, wenn du da sitzt und die Chemotherapie reintröpfelt, die Person um mich herum zu haben. Das tat mir nicht gut. Ich brauchte weibliche Energie, wahrscheinlich am besten die Mama, aber die war so jetzt nicht mehr da.
Das heißt, die beste Freundin musste da sein. Und das musst du lernen, so zu artikulieren. Sonst schaffst du solche Phasen nicht.
Und das weißt du aber auch, das ist in dem Moment, gibt es nichts anderes, weißt du. Und diese krassen Erfahrungen bringen dich natürlich auch dahin, mutiger zu werden in der Kommunikation. Ich war davor, glaube ich, schon in der Anpassung eher, ich würde nicht sagen People Pleaser, aber schon ein sehr harmonisierender Kommunikator.
Heute gucke ich schon auch, wie kann ich Verbindungen aufbauen, aber ich adressiere sehr klar meine Wünsche. Und trotzdem auf eine angenehme Art und Weise. Das habe ich in der Phase gelernt.
Und das habe ich mir auch als eine Superkraft mitgenommen. Und habe dann gemerkt, wie schräg werden eigentlich Leute zu dir, wenn sie nicht wissen, wie sie mit dir umgehen sollen. Und das habe ich in so einer Phase eben gemerkt, wie der Krankheit.
Ich hatte das große Glück, mir sind die Haare nicht ausgefallen. Das heißt, ich sah relativ gesund aus. Aber man hat irgendwie gemerkt, irgendwas ist so.
Und hat dann ja auch oft hören sagen, darf ich mal fragen, du hast Krebs. Und dann haben alle ja gedacht, jetzt müsstest du mit glatzem Kreidebleich rumrennen und waren irgendwie irritiert. Und hast so richtig gemerkt, wie keiner mich so greifen konnte.
Ob so mitleidig oder so, was kann man für dich tun. Und da habe ich auch gemerkt einfach, boah, sag doch den Leuten einfach, was los ist und wie es dir geht. Und nimm ihnen auch so ein bisschen die Angst, dass eine Krankheit, inzwischen ja auch aufgrund von eines immer weiteren präventiven Systems, mit Früherkennung und so weiter, bedeutet das nicht, dass du der wandelnde Tod bist.
Und da habe ich gelernt, hilf den Menschen, dass du da auch einfach sagst, was los ist. Und das hat mich dahin gebracht, auch zu sagen, ich gehe damit einfach offener um. Und habe dann auch Social Media ein bisschen genutzt.
Ich habe das jetzt nie zum großen Thema gemacht. Ich habe meine Krankheit da jetzt nicht, was auch schön ist. Ich meine das gar nicht irgendwie despektierlich.
Manche inszenieren das ja sehr, sehr offen, dann auch mit Beiträgen und aller Tagebuch. Das habe ich nicht gemacht. Aber ich habe nie verheimlicht, was los ist.
Und habe eher positive Resonanz dafür bekommen, bis hin zu, dass man ganz oft eben hört, ging mir auch so. Oder kann ich dich mal anrufen? Ich habe da auch gerade so eine Diagnose.
Ich muss mal mit jemandem reden. Mein Umfeld versteht das nicht. Und ich brauche mal jemanden von außen, der das auch durchlebt hat.
Ich habe gemerkt, boah Leute, wie viele Tabuthemen haben wir eigentlich in unserer Gesellschaft. Es würde uns alle so entlasten, wenn wir mal Klartext miteinander reden würden. Und das ist danach noch viel krasser geworden, weil das ist ja dann das Spannende unserer Gesellschaft.
Dann bist du gesund. Dann verlangt die Gesellschaft aber auch sehr schnell wieder, dass du funktionierst. Vorher hattest du diese Ausrede, krank sein.
Na gut, klar. Da muss man gerade aufpassen und so. Da hast du richtig den Diagnosestempel irgendwie.
Da fassen sich alle an wie ein rohes Ei. Und danach, so jetzt ist er wieder gesund. Krass.
Dann funktionierst du wieder. Und in der Phase war dann spannend, dass man nicht darüber spricht, was die Nachwehen von dem Ganzen sind. Natürlich psychologisch, aber auch wirklich körperlich.
Und da gibt es niemanden mehr. Klar gibt es sowieso Selbsthilfegruppen und so, aber so weit war ich jetzt auch nicht, dass ich mich da in einen Circle setzen muss von überlebenden Krebspatienten. Dafür war ich sehr gut und schnell wieder im Leben, aufgrund, dass ich auch sehr jung war.
Und hatte dann auch gute Trainer, die mir in Sport wieder gut zurückgeholfen haben. Und dann bist du so ein bisschen alleine da. Und dann googelst du.
Ganz schlimm, weiß jeder. Und kommst dann wirklich so auf Apothekenheftchen, die dann irgendwie Ratschläge geben. Und da habe ich dann noch mehr gemerkt.
Wir müssen doch solche Tabuthemen auf allen Ebenen auch in den Dialog bringen. Ja, vor allem, es gibt so viele.
[Merlene]
Allein dieses Thema.
[Sophia Rödiger]
Muss nicht mal Krankheit sein, ganz viele.
[Merlene]
Ja, so das Thema Eltern verlieren zum Beispiel.
[Sophia Rödiger]
Ja, Tod überhaupt.
[Merlene]
Ja, das ist glaube ich so ein Thema, wo es halt, also erstens möchte ich noch mal wissen, was du für Resilienz gemacht hast.
[Sophia Rödiger]
Strategien.
[Merlene]
Ich finde es einfach so krass. Aber zum Beispiel, ich habe jetzt auch eine Freundin, hat vor kurzem ihren Vater verloren, beziehungsweise das ist jetzt schon ein, zwei Jahre her. Aber trotzdem war es so in dem Moment, konnte sie sehr gut kommunizieren und hat sehr viel Unterstützung von ihren Freunden bekommen, als das gerade präsent war.
Aber ein, zwei Jahre später beschäftigte sie immer noch. Also das ist ja nichts, was man...
[Sophia Rödiger]
Für immer leider.
[Merlene]
Genau, das ist ja nichts, was man irgendwie ablegt. Aber auch selbst diese ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs Monate nach der Beerdigung hat ihr gefehlt, dass Leute nachfragen zum Beispiel. Weil das ist ja nichts, was man sieht, aber ist ja für sie nicht abgeschlossen in dem Moment.
[Sophia Rödiger]
Das ist natürlich spannend, weil du gerade auch das ja hattest, wo ich so meinte, man funktioniert dann wieder. Auf der anderen Seite ist natürlich auch die Frage, und ich drehe die schon auch gerne um, kannst du ja vielleicht mal deiner Bekannten vorschlagen. Warum erwartet sie, dass das Außen nachfragt?
Ich habe irgendwann gelernt, mich ein bisschen loszulösen von dem, ich erwarte immer vom Außen etwas. Weißt du? Und das bringt dich eigentlich zurück in eine wahnsinnige eigene Kraft wieder und Selbstkontrolle.
Ich erwarte das nicht. Entweder äußere ich einen Wunsch, weil ich einen an dich habe, dann muss ich es aber auch sagen. Oder mich auch zu fragen, warum brauche ich vom Außen jetzt gerade das Mitgefühl oder die Nachfrage.
Und da bin ich, glaube ich, gut geworden. Ich brauche es nicht. Es ist voll schön, wenn es mir jemand schenkt und das kann ich auch gut annehmen, aber ich brauche es nicht.
Das hat mich wahnsinnig unabhängig gemacht. Und ich glaube, das ist auch eine Arbeit, die wir alle ein bisschen mehr machen dürfen. Weniger vom Außen Bedürfnisse erfüllt zu kriegen und eher an unseren inneren Kern zu kommen.
Und ich glaube, an denen bin ich über die Jahre durch diese krassen Erfahrungen sehr stark gekommen und bin da einfach schon abgegrenzter und kann trotzdem aber auch gut artikulieren, was ich manchmal dann doch auch brauche. Weil es ist auch in Ordnung, dass man mal was im Außen braucht. Aber du kannst nicht erwarten, dass dein Außen das sieht oder die Fragen stellt.
Die haben alle ihre eigenen Themen. Und das muss man lernen in solchen Phasen. Ich hatte aber trotzdem ähnlich, wie du es gerade schilderst, auch diese Momente.
Und auch manchmal sogar so hart, dass du dann ... Ja, dann kommt eine Freundin und sagt dir gerade irgendwie, wie doof der Partner ist. Und du denkst ja so, oh mein Gott, dein Problem möchte ich haben.
Ich fühle es überhaupt nicht. Mein Vater ist gerade verstorben oder so. Das ist unfair.
Das ist übergriffig. Weil dein Problem ist vielleicht gerade der Schmerz mit deinem Partner. Und nur weil du die Erfahrung nicht gemacht hast, die vielleicht noch krasser ist in meinen Augen, in meinem Erleben krasser war, ist es übergriffig.
Und da muss man auch anders miteinander umgehen an der Stelle und fragen, warum ich jetzt auch gerade ... Was ist in mir so frustrierend gerade oder so wenig gesehen als Anteil, dass ich das nicht annehmen kann, dass du gerade mit deinem Thema leidest. Und das fände ich oft wichtig, dass wir mal ein bisschen ins Innere hören und uns selber lernen zuzuhören, welcher Anteil gerade rebelliert und warum man dann meint, man bräuchte ja zum Außen gerade etwas.
Also das ist nur mein Blickwinkel. Ist das trotzdem okay, dass man das ab und zu hat und das wäre jetzt auch voll abgebrüht, wenn ich sagen würde, ich wäre immer irgendwie total abgegrenzt. Ganz im Gegenteil.
Ich bin für Impulse ja auch sehr offen im Außen, habe ich vorhin ja auch geschildert. Nur wichtig ist, nicht eine Erwartungshaltung aneinander zu haben, die du nicht artikulierst, im schlechtesten Fall noch. Dann wird es ziemlich frustrierend.
Und ich glaube, das ist mal so ein Blickweis auch darauf. Andererseits bin ich völlig bei dir. Diese Tabuthemen und eben das Problem von, die sind ja trotzdem noch da, auch wenn jetzt nicht mehr ganz am Ereignis so präsent.
Ich würde mir auch wünschen, dass wir die viel mehr in natürlichen Dialog mit integrieren und dass es okay ist. Muss es jetzt immer darum gehen? Du hast ja gerade auch nach meiner Resilienz gefragt, da können wir ja gleich nochmal anschließen.
Würden wir uns jetzt immer nur auf diese schwarzen Punkte fokussieren, wäre auch katastrophal. Also allein jetzt wieder zurück energetisch zum Hirn. Das Hirn fokussiert die E, weil das noch aus der Urzeit stammt.
Das fokussiert immer das Problem im Hier und Jetzt gerade. Weil du musst so schnell reagieren. Lauf, freeze oder was auch immer.
Oder greif an. Das ist immer noch ein klassisches Bild des Säbelzahntigers, was man da bringt. Und die Struktur ist total krass verankert bis heute in unseren tiefsten Strukturen des Hirns.
Und deswegen sehen wir sowieso immer den schwarzen Punkt. Und wenn wir jetzt die ganze Zeit im Diskurs auch immer alles bringen würden auf den schwarzen Punkt und auf den Tod und die Krankheit, ich glaube, das würde es ganz schön schwer machen. Wir würden immer mehr in sowas, tun wir ja eh schon medial sehr stark gerade, hatten wir einleitend auch beim Thema Klima, dass wir sehr stark auf diese Angriffsszenarien, Untergangsszenarien fokussieren.
Umweltkatastrophen, allein diese Worte dahinter. In meinen Augen macht das jegliche Energie, Vorwärtsenergie, die Lust macht auf, Hoffnung auf. Ich bin Teil davon.
Ich probiere mal was Neues. Die erstickt sofort im Keim, wo es vielleicht mal ganz kurz da war. Und deswegen ist es gut, Tabuthema zu enttabuisieren.
Aber es muss jetzt auch nicht die ganze Zeit darum gehen. Also man darf einen konstruktiven Dialog da auf Lösung auch richten.
[Merlene]
Ja, ich glaube, das ist tatsächlich auch etwas, wieso es nicht so oft geteilt wird. Weil das so dunkle Themen sind. Ja, trotzdem, das betrifft so viele.
Aber man dann ein bisschen Angst hat, darauf reduziert zu werden. Obwohl, dich macht ja noch so viel anderes aus. Nur weil du das erfahren hast, ist ja nicht dein gesamtes Leben.
Und das merkt man an deinem Beispiel so gut. Dass du so viel Kraft woanders reinsteckst. Und auch noch so viel Kraft hast und dich so anders entfaltet hast noch.
Ich glaube, das ist dann für manche Leute auch ein bisschen ein Hindernis dafür, zu sagen, okay, das ist mir passiert. Oder die Person war mir wichtig und ist verstorben. Weil es dann irgendwie häufig ist, okay, dann haben Leute nur noch Mitleid quasi.
[Sophia Rödiger]
Ja, und da muss man sich, das ist wirklich das Thema, was du mit Resilienz ja gerade angesprochen hast, was in meinen Augen wirklich eine super Kraft ist in unserer aktuellen Zeit. Hier zu schaffen, die Energie wieder auf einen Optimismus zu richten. Es muss gar nicht immer alles Schakka und geil und super.
Also ich bin die Letzte, die einfach nur, wie gesagt, blind verliebt durchs Leben mit Schakka läuft. Aber ein Grundoptimismus in Richtung wieder eines Urvertrauens, es wird schon irgendwie alles gut. Wir müssen jetzt hier vielleicht gerade in der Scheiße graben, um es mal so zu sagen, und alle anpacken.
Aber es wird schon irgendwie wieder gut. Wir kriegen das hin. Und ich glaube, diese Haltung habe ich glücklicherweise durch ein großes Urvertrauen, was mir meine Eltern mitgegeben haben, habe ich das ins Leben.
Und deswegen glaube ich auch immer wieder, ich kriege das hin und es wird alles gut. Und das ist, glaube ich, dann die richtige Energie in dem Moment. Und deswegen bin ich bei dir.
Viele bleiben dann da auch hängen in der Abwärtsspirale und suhlen sich dann so ein bisschen auch im Mitleid, weil es natürlich bequemer ist, muss ich selber jetzt mit meiner Erfahrung teilen. Es ist schon ein Kraftakt, sich dann wieder in die Positivität zu holen. Und ja, ist glaswiederhalb voll zu sehen.
Und wahrscheinlich wäre es in einigen Phasen meines Lebens auch leichter gewesen, mich dem hinzugeben und zu sagen, nee, es ist wirklich alles so schlimm. Und jetzt passiert mir das ein drittes Mal. Und jetzt ich selber.
Was will mir das Leben denn geben? Aber ich habe halt gedacht, nee, das Leben hat dir einen Denkzettel verpasst. Du hast jetzt eine Chance bekommen.
Take it. Nimm sie. Und bin mehr entfacht irgendwie mit Energie denn je.
Und das wünsche ich jedem, dass das so klappt. Und da glaube ich wieder hier, das Netzwerk, Vorbilder, Vorbilder suchen auch, also neue, und sich in Dialoge begeben, Feedback einsammeln, hören wirklich, wie sind andere damit umgegangen, hat mir enorm viel geholfen, meinen eigenen Weg dann darin zu definieren. Und eben nicht sich dem hinzugeben.
Und ich glaube, das ist ganz, ganz, ganz wichtig, dass man das schafft. Und wenn du mich auch gefragt hast, Resilienz, hast du da irgendwie Methoden oder so? Kleine sicherlich ja.
Ich bin auch gut geworden, Routinen etabliert zu haben, wenn es erstmal grundsätzlich um meine eigene Balance geht. Ich habe ja vorhin gesagt, ich bin jetzt endlich auch so weit, das war ich damals noch nicht, zu merken, wo bin ich gerade wirklich in einer Überanpassung. Und es zieht mir Energie.
Wo habe ich dann vielleicht auch Quellen der Energie dagegen gesetzt, wie ein gutes Gespräch mit einer Freundin, wie jetzt mit meinem Hund, vielleicht einfach wirklich mal einen Strand spazieren. Ich bin sehr gerne in der Natur. Das muss ich mir dann aber auch einfordern.
Und das sind so Dinge, da bin ich sehr klar und gut geworden. Jetzt auch gerade, wo ziehe ich mich dann auch an der Stelle raus, damit ich einfach weiß, ich kann dann am nächsten Tag einfach auch wieder totale Power geben und High Speed. Und da bin ich mit Frühwarnsystem sehr gut geworden.
Habe ich dann kleine Routinen, dass ich einfach ein großer Verfechter von meiner Yoga-Routine bin, vom Atmen. Also ich bin auch selbst Yoga-Lehrerin, unterrichte auch einfach gerne. Und das sind so Dinge, da bin ich gut geworden über die Jahre und weiß, dass einfach Natur mich unfassbar auflädt.
Brauche ich das ständig? Nee, gar nicht. Ich liebe die Stadt und das Vibrierende hier, egal ob in Hamburg oder Berlin, wo ich in beiden Städten sehr gerne bin.
Also ich komme aus Berlin ursprünglich. Aber ich brauche dann immer wieder den Rückzug in den Raum alleine. Und das ist auch eine Erkenntnis, schon vorhin gesagt, dass ich Manifesto bin von der Energie.
Ich bin eigentlich introvertiert als Typ. Jeder würde immer gleich sagen, passt ja gar nicht zu dir und deinem Job und deinen Rollen auf Bühnen. Doch, total gut, weil ich habe ein extrovertiertes Gen, wenn es jetzt in die Kommunikation geht.
Aber ich lade energetisch alleine auf, ganz alleine, auch ohne Partner. Versteht mein Partner leider nicht so gut manchmal oder hat mich da lieben gelernt, weil ich auch manchmal sehr, sehr gerne alleine im Hotel einfach bin, alleine schlafe, nur mit mir bin, alleine spazieren gehe, ganz alleine. Und inzwischen sind wir da sehr gut, dass er dann auch fragt, willst du lieber alleine mit dem Hund mal rausfahren und an den Strand und so?
Ja, will ich. Und so muss man da auch miteinander immer wieder in der Interaktion gut werden. Und das inzwischen kann ich einfach sehr klar kommunizieren.
Und ich glaube, das sind so die Hebel, die einen dann auch resilient sein lassen. Plus dieses zum Glück mir mitgegebene Geschenk des Urvertrauens. Und am Ende hat man ja dann auch über die Jahre, wenn man immer wieder damit reift, Netzwerkzeit investiert.
Auch hier nochmal würde ich sagen, wenn wir so ein paar A und Os heute unterstreichen müssen, dann ist es wirklich die Zeit, das Investment ins Netzwerk. Der Inner Circle, das können wirklich nur eine Handvoll sein, aber dann vor allem auch breitere Netze. Und die machen jetzt heute so viel Spaß, weil die mir so viel gute Energie geben.
Und da habe ich echt hardcore aussortiert, muss ich sagen, Menschen, die so Pessimisten sind, nur Jammerer, nur Hinterfragen, jede Idee von dir blöd finden. Dafür bin ich auch zu sehr Spinner. Wenn ich jetzt jemanden an meiner Seite hätte, der jede Idee doof findet, ich wäre voll frustriert irgendwann.
Und das muss ich sagen, auch Augen auf bei der Partnerwahl, das geht nicht, das kann ich nicht. Da musste ich sofort auch mich verändern einfach. Und da bin ich natürlich auch anders risikobereit durch diesen Denkzettel.
Ich meine, was hätte mir Schlimmeres passieren können, als du wärst nicht mehr hier? Für mich gibt es nichts Schlimmeres mehr. Und deswegen habe ich, muss ich sagen, keine Angst mehr vor etwas.
Was soll denn passieren? Auch wenn mich jetzt hier einer kündigt, weil ich es komplett verbockt habe, dann werde ich meinen Weg finden. Dann mache ich erst mal Yoga-Unterricht, dann verkleinere ich mich erst mal wieder, dann schlafe ich erst mal bei meiner besten Freundin.
Ich habe da nicht so Angst vor. Das Leben wird dann wieder einen Weg finden. Und dann werde ich daraus auch wieder meinen Weg finden.
Und ich glaube, das Vertrauen gibt dir so viel Kraft. Was soll passieren? Und da muss ich natürlich jetzt auch hart sagen, hatte ich natürlich, für mich in meinen Augen, ist das Schlimmste mir sozusagen passiert.
Und dementsprechend bin ich da anders risikobereit, würde ich sagen. Und das macht es mir natürlich auch möglich, oft ins sehr kalte Wasser zu springen, wo andere vielleicht nochmal einen Gedanken mehr, eine Sorge mehr haben. Und deswegen teile ich das aber gerne, weil das kann ja nur andere inspirieren.
Ist das immer der Weg von dir? Wahrscheinlich überhaupt nicht. Und es wäre auch blöd, wenn wir alle so wären.
Aber es gibt vielleicht was mit und zeigt, wie du von rausgearbeitet hast, Krankheit oder auch schlimme Erfahrungen bedeuten nicht. Oder auch ein Scheitern mit der Gründung. Das ist mir auch passiert.
Das ist so. Das ist ein Part und ein Teil dann der Lebensphase. Und du kannst immer so viel rausziehen.
Und die Menschen bleiben. Das ist eben das, was wir im Netzwerk gerade hatten. Wenn was geblieben ist, selbst als ich mein Startup dann verkleinern musste, Leute entlassen, wenn du das gut machst mit guter Kommunikation, hast du die Menschen für dich da.
Und jetzt sind die alle woanders. Und damit verteilt sich dein Netzwerk ja wieder. In ganz andere Branchen.
In ganz andere Inspirationsquellen. Und viele sind sehr, sehr gute Freunde jetzt geworden einfach. Wo man sich ständig austauscht, wo man von denen weiterlernt.
Und das würde ich sagen, ist das Größte. Das ist wirklich Gold, was man mitnimmt durchs Leben.
[Merlene]
Man merkt, du bist sehr stark darin geworden, nach außen hin zu kommunizieren, was du brauchst. Aber dahinter steckt ja auch irgendwie diese Kommunikation mit sich selber sozusagen. Und damit hätte ich heute im Echtzeit nicht gerechnet.
Ich glaube, das hatte ich noch nie so stark in einem Gespräch. Weil ich dachte so, okay, die CMO 1KOMMA5° hat Psychologie studiert, so Zahlen, Daten, Fakten. Und du bist so oft auf dieses Energetische eingegangen und das Zwischenmenschliche.
Und darauf zu hören, was du selber brauchst. Wann hat sich das bei dir so etabliert? Weil durch die Krankheit hast du schon stärker nach außen hin kommunizieren können.
Oder habe ich jetzt auf jeden Fall so aufgenommen, was du in dem Moment brauchst. Aber was war so der erste... Wieso bist du so gut mit dir selbst connected quasi?
[Sophia Rödiger]
Ich würde sagen, ein Grundstrom, also erstmal, weil du auch gerade sagst, Zahlen, Daten, Fakten. Unsere Fragen, die wir natürlich jetzt auch gewählt haben, führen natürlich auch genau in die Richtung. Würden wir jetzt noch mehr vielleicht über den Job reden, über unsere Kunden und Kundinnen, dann sind wir schneller wahrscheinlich bei dem Thema.
Aber ich finde es sehr schön, den Weg, den du gerade gewählt hast, weil es ja auch um, du hast ja gesagt, du möchtest auch was Persönliches rausarbeiten, damit es auch im Sinne der Karrierewege eine Inspiration ist. Und nicht einfach nur der Aufgabenfelder. Grundsätzlich war dieser Strom, würde ich sagen, schon immer da, weil meine Eltern, also rückblickend jetzt, als ich damals die Wohnung ausgeräumt habe, dann bei meinen Eltern, habe ich Bücher von John Kabat-Zinn schon gefunden, der Guru von Mindfulness, ist ja so einer der Ersten, der die Traditionen aus dem Yin-Yang-Buddhismus auch nach Amerika in den westlichen Raum gebracht hat und dann auch ins Gesundheitsmanagement über Mindfulness, Stress Reduction.
Und diese Bücher hatte mein Vater da und hat viel gelesen und hat sogar auch, der hat praktiziert oft, auf einer Matte. Und ich habe ganz oft gedacht, was macht der denn da auf seiner Matte? Hat dann mal die Tür so rangemacht.
War super schräg, aber irgendwie war es auch normal. Dann natürlich mein Psychologiestudium hat mich sehr früh einfach ganz, Energie ist nichts Esoterisches. Es ist einfach grundsätzlich erst mal etwas, was ein Energielevel, Neuronal und einfach das Nervensystem mit dir tut.
Und das habe ich spüren gelernt. Einfach mich in Summe mit jeder Synapse sozusagen durch natürlich, dann einfach gepaart, ein Umgang auch mit der Hardcore Phase der Krankheit. Und wenn du natürlich, also deswegen sage ich, es war ein Geschenk und jetzt haben wir es heute sehr prägnant gehabt einfach.
Aber das war, das ist der absolute Game Changer gewesen, wie du danach auch mit dir umgehst. Bin ich komplett jetzt so irgendwie healthy erleuchtet? Nein, ich liebe es Alkohol zu trinken.
Ich bin auch oft viel zu krass im Speed, im Leistungssport. Ich liebe es immer noch, meinen Körper so an die Grenze zu bringen. Ist das immer healthy?
Nicht unbedingt. Ich bin weiterhin in Liebe Leistungssportler einfach. Und deswegen muss man sagen, ich bin jetzt nicht gedriftet zum erleuchteten, nur noch irgendwo gesund lebenden Menschen.
Das gar nicht. Aber ich bin mir sehr bewusst darüber, was ich tue und weiß auch genau, wo entscheide ich mich ganz klar gegen etwas und wo habe ich meine Lücken und Laster. Ist einfach so.
Und das würde ich sagen, für mich ist in der Phase einfach, als wenn mich Bewusstsein erleuchtet hat. Das ist es eigentlich eher. Und deswegen ist auch, glaube ich, auch Kommunikation so gut geworden.
Ich bin unglaublich scharf und präsent in dem. Und ich entscheide mich ganz klar, auch jetzt so wie heute, haben mich 80.000 Themen auf dem Tisch, aber ich habe mich entschieden, mit dir diesen Podcast zu machen. Und das ist aber genauso auch jedes andere Gespräch, auch Mitarbeitergespräche.
Und das ist der Punkt, auch mit Kunden und Kundinnen, wenn wir Videos machen. Ich habe mich entschieden, präsent zu sein für diese zwei, drei Stunden dort vor Ort. Und das ist meine Entscheidung im Leben.
Wem schenke ich Lebenszeit von mir? Und dadurch bist du auch viel klarer, viel besser in dem, wie du auftrittst, wie klar du Dinge formulieren kannst, wie du entscheidest auch, wie du priorisierst. Und das zieht sich durch in jede Management-Entscheidung, in jede Team-Delegation bis hin zu auf einer Bühne, welche Worte wähle ich gerade.
Und das ist es, würde ich sagen. Es ist eher die Schärfe meiner Aufmerksamkeit. Und die verbindet sich aber auch krass mit mir, weil ich dadurch auch sehr gut weiß, was in mir abgeht.
Und ich merke das, wie gesagt, sehr schnell jetzt einfach. Und das macht so, würde ich sagen, stark und hat auch diesen Wahnsinns-Twist gelegt in wie kommuniziere ich? Diese Klarheit.
Auch die weg von Pleasing und Sugarcoating. Sehr klare Worte. Auch oft manchmal zu klar für viele Menschen.
Ich bin in meiner Meinung auch einfach dann sehr klar und lasse natürlich, ich höre dir zu, aber ich habe für mich meine Beispiele, warum ich überzeugt bin, dass auch viel arbeiten, viel reinstecken für die richtige Sache genau wichtig ist. Und das mache ich auch und arbeite auch gerne und bin stolz auch zu sagen, von morgens bis abends für die Mission, für die ich auch wirklich irgendwo Energie aufbringen möchte. Und das ist vielleicht das als letztes, was mich dann in der Gründung auch so nochmal geschärft hat.
Mit diesem klaren Bewusstsein vorher habe ich dann gemerkt, weil da habe ich ja was Eigenes aufgebaut, was Eigenes manifestiert, eine Vision gehabt, die mich beflügelt hat wirklich auch. Und da habe ich gemerkt, that's it. Das ist mein sweet spot.
Bin dann viel raus, damals schon als Gründerin und CEO, auf die ersten Bühnen im Blockchain-Bereich. Die Technologie hatte gerade so einen Hype, aber auch wieder hier viel Aufklärung, weil viel Scam und viel Shit um das Ganze kommuniziert wurde und auch passiert ist. Viel Betrugszeug, wo Menschen Angst hatten und da habe ich gemerkt, wow, das ist es.
Hier kann ich so aufgehen und da bin ich so richtig und ich glaube, das kam in der Station einfach nochmal dazu. Und so bin ich wirklich Station durch Station einfach so geworden, so ein bisschen mein Masterpiece jetzt. Und das wird auch noch weiter so gehen.
Wir sind niemals so weit, dass es fertig ist. Es ist immer ein, ich würde sagen, wandelbares Masterpiece, unser ganzes Leben und wir selber. Und das hat es vielleicht zu dem gemacht.
Und dann musst du natürlich auch immer den Umfeld suchen, wo das dann auch so wirken darf.
[Merlene]
Da sind wir eigentlich nochmal bei einem ganz interessanten Punkt, weil es jetzt viel um Netzwerk auch schon ging und so viel um um innere Kommunikation, um äußere Kommunikation und das ist ja tatsächlich sowas, was nochmal so ein besonderer Skill ist, den man viel braucht, aber der vielen schwerfällt. Und du hast jetzt gesagt, du bist eher introvertiert, also auch wenn du anders auf andere Leute wirkst, auf so eine große Bühne zu gehen, zum Beispiel als Gründerin, oder musstest du ja wahrscheinlich auch vorher machen. Wie macht man sowas?
Ganz einfach gefragt. Wie macht man sowas? Weil ich glaube, vielen Leuten fällt das schwer und man weiß, dass es gut ist und man weiß, dass es gebraucht wird.
Und manchmal hat man auch was Wichtiges zu sagen, aber diese Angst, vor so viele Leute zu treten, ist dann doch häufig da.
[Sophia Rödiger]
Ja, total. Und ein Geheimrezept gibt es wahrscheinlich an der Stelle nicht, aber es gibt definitiv mal so ein paar Säulen, wo man sagt, das Ganze macht den Einstieg vielleicht leichter und dann darin auch den Umgang. Weil du natürlich genauso, sobald du in Sichtbarkeit gehst, backfiret dir auch Feedback aus allen Ecken und Enden.
Und du hast es vorhin schön gesagt, mit dem Content vielleicht auch mit einer gewissen Sensibilität nach außen streuen. Andersrum möchte ich es auch genauso mal mit reingeben, auch genauso Feedback mal mit einer Sensibilität reinstreuen. Und zurzeit sind wir leider an dem Punkt, dass Social Media relativ wenig social ist, weil du so viel Kommentar und Meinung kriegst.
Jeder hat eine Meinung einfach, ungefragt, ungefiltert und wenig differenziert leider. Und begründet ganz oft auch. Und wenig begründet.
Und das finde ich so, da braucht man auf jeden Fall diese Säulen. Und ich würde sagen, erstmal grundsätzlich gehört, auch wenn es so richtig blöd ist, du musst es einfach machen. Das ist erstmal leider mein erster Satz.
Du musst es einfach irgendwie machen und springen. Also es wird am Anfang das Wasser eiskalt sein. Du solltest dich natürlich auch vorher fragen, hast du da überhaupt irgendwie ein bisschen den Hang zu?
Weil wenn du dich wirklich jedes Mal nur quälst, da muss ich echt sagen, im Sinne von was wir vorhin hatten, Stärken fokussieren und nicht die Schwächen, dann such dir doch auch vielleicht einen Tandem-Partner oder so in der Gründung. Also eine Person, die das gut kann und macht. Wenn du jetzt mal klassisch unser geniales Gründerteam mit den vier Gründern anguckst, die sind so differenziert in ihrem Skillset.
[Merlene]
Ich kenne die anderen gar nicht. Aber ich kenne noch Philipp.
[Sophia Rödiger]
Er ist ja auch einfach genau jemand, der wahnsinnig stark ist als Visionär, dahinter ist aber dann eben vor allem und hinter klingt so, als wenn es irgendwie 2-3 wäre, ganz im Gegenteil, aber jemand, der die Zahlen, die Finanzen, die Investorenbeziehungen aufgebaut hat von Sekunde eins. Das ganze Geschäft mit den Standorten, die aufzunehmen und mit ihnen eine Gruppe zu bauen, klassisch M&A-Geschäft nennt man das, Merchant Acquisition, also Aufnahmen in einer Unternehmensgruppe. Das sind alles Dinge, die zum Beispiel unser CFO treibt.
Das ist immer unsichtbarer im Sinne von jetzt auf den Bühnen, aber das ist die Finanzader und das Backbone einer Firma. Und das ist der Punkt und das meine ich auch. Such dir da stärkenbasiert die Menschen, mit denen du richtig in die Wirkung kommst, in die Wirksamkeit.
Und das muss nicht immer man selber sein. Wenn du dann aber identifizierst, du bist gut, gerade im Kommunizieren und du hast was zu sagen, dann ist es der erste kalte Sprung, würde ich am Anfang sagen und man kann sich natürlich in gewisser Weise vorbereiten. Also am Anfang ist es schon auch gut, sich ganz klar eine gute Geschichte vorzubereiten.
Also wenn ich auch eine Keynote übe und vorbereite und wirklich einen großen Stil habe, dann gehe ich die schon auch einmal durch, gerade wenn es auf Fremdsprache noch irgendwie ist. Wie mache ich das? Ich mache mir an der Wand wirklich auch so Post-its oder am Tisch und habe so Momente in meiner Keynote, wo ich sage, das sind die Höhepunkte, an denen drei oder vier möchte ich zusammen.
Da möchte ich vorbeikommen. Das kann dann zum Beispiel sein, dass ich am Anfang einmal sage, wir hatten vorhin die Chemnitz-Keynote. Das waren wie vor so 1.500 Leuten. Ich wusste, dass ich am Anfang einmal dahin möchte und die Verbindung zum Publikum baue darüber, dass ich gemerkt habe, Chemnitz, Chemnitz, warte mal, du warst doch in deiner Blockchain-Gründungszeit ganz schön oft in Chemnitz, weil das nämlich die Region Ost mitweiler Chemnitz ist, das Mekka für Blockchain-Experten. Da gibt es eine längere Story dafür, bräuchte ich jetzt nicht langweilen mit, aber ich wusste, krass, das Mekka hier hat mich oft pilgern lassen nach Chemnitz. Zack, dafür hatte ich eine erste Säule und das Publikum war auf meiner Seite.
Ich bin dann über die Mut-Geschichte eingestiegen und habe mir dann drei Klang gebaut. Mut, Übermut, Demut. An den drei Dingern wollte ich vorbei.
Da habe ich mir Bilder für gebaut in der Keynote und diese drei Säulen hatte ich dann. Und so wusste ich, auch wenn ich alles andere vergessen hätte, ein Blackout gehabt hätte, ich wusste, diese drei Dinge, da will ich vorbei. Und da erzähle ich meine Geschichte lang.
Und wenn du dir sowas aufbaust, gerade für den Anfang, dann hast du schon mal eine unfassbare, starke Story. Der Einstieg und das Ende sind das A und O. Wenn du da an deinem Höhepunkt, was du dir gepostet hast, vorbeikommst, und postet ist ja auch ein Anker visuell, dann hast du schon mal eine gute Story und dich bringt die Aufregung vielleicht aus dem Rhythmus, aber du erinnerst dich auf jeden Fall an diese zwei wichtigsten Momente.
Und damit machst du eigentlich immer schon mal eine gute, solide Sache. Und so Sachen helfen erst mal und dann die gute Story am Anfang. Die wird auch sich hundertmal verändern und frag jeden heute, der jetzt gut ist, der sagt dir, oh Gott, das am Anfang, das war nichts.
[Merlene]
Aber ich finde, das ist so ein guter Tipp mit den Post-its und das hat mir noch nie jemand so erklärt, sich so Anker zu setzen, an dem man vorbei möchte in der Geschichte. Weil ich habe jetzt vor kurzem, ich durfte letzten Donnerstag ein Panel in der Körperstiftung moderieren mit vier Female Founders, unter anderem auch Sarah Nuru, und ich durfte so die Anfangsmoderation halt auch machen und es war mir wichtig, das Publikum abzuholen und ich habe es auch geschafft. Aber ich habe mich zum Beispiel sehr an meinem, ich habe es vorher mehrfach durchgesprochen und mich dann sehr an meinem Wortlaut irgendwie festgeklammert und das hat mich auch kurzzeitig ein bisschen rausgebracht, als ich einmal die Reihenfolge so ein bisschen verändert habe, nur so bei zwei Sätzen oder so, dann so den Bogen doch wieder zu bekommen, das war schon eine Challenge und ich glaube, wenn man sich dann so die Anker setzt, auch visuell, was gerade wichtig ist, darüber zu bringen, das hätte mir in dem Moment sehr geholfen, mich nicht so an den Worten festzuklammern.
[Sophia Rödiger]
Weil das schafft unser Gehirn in dem Moment dann nicht so ganz, es sei denn, du hast ein massivst fotografisches Gedächtnis, schafft es das weniger in solchen, das sind ja Stresssituationen, also Adrenalinsituationen sagen wir es mal so, positiv, Neustress sozusagen Situationen, du bist gepumpt, gehypt innerlich, das passiert neuronal ja mit dir und in diesen Momenten bist du eher wieder in dem Fokus Säbelzahntiger und dann schaffst du es weniger, dir ein fotografisches Gesamtskript zu merken mit dem Wortlaut, wie du sagst, verhaspele ich mich auch regelmäßig komplett. Also wenn mir Team komplett Skripte vorschreibt, kann ich dir sagen, wird diese Keynote nicht so geil oder diese Videoaufnahme nicht so geil, als wenn ich eben über diese Struktur verschiedener Ankerpunkte arbeite.
Und die Geschichte wird am Ende genau die gleiche sein vom Spannungsbogen, weil jetzt musst du ja auch ehrlich sein, der Zuhörende kennt ja dein Skript nicht und wird ja mitgenommen mit der Emotionalisierung deiner Dramaturgie. Deswegen ist es ziemlich klug eigentlich, sich diese Anker zu setzen. Und das würde ich sagen, gib dir schon mal ein A und O für das, was möchtest du denn dort transportieren.
Und dann ist es natürlich unterschiedlich, jeder entwickelt so irgendwie kleine Rituale vorher. Also ich weiß meistens, dass ich nochmal, weil ich eben auch ein mega Verbrenner bin, ich brauch nochmal kurz so eine Apfelschorle oder so. Also irgendwas einfach so, was Frisches, vielleicht auch ein bisschen mit Zucker, tut mir einfach gut, bevor ich auf die Bühne rausgehe.
Also mal ganz kurz ein Schluck von irgendwas, ist ein bisschen wie mein Anker danach raus auf die Bühne, erfrischt so irgendwie. Und so hat jemand anders vielleicht irgendeine andere Übung. Oder klopft sich nochmal oder atmet einmal durch oder was auch immer.
So Anker sind schon auch ganz gut, weil was machen die? Die beruhigen ja einmal kurz dein Nervensystem. Das ist einfach wieder nur, ich verankere mich im Hier und Jetzt.
Und das würde ich sagen, so für diesen Moment der Bühne ganz gut. Dann wird einfach so was passieren mit Lampenfieber. Das ist so, das kannst du nur über Training, kannst du das verbessern.
Und selbst ich hab manchmal jetzt, wenn dann so, kommst irgendwie rein, ich versuche manchmal, das ist noch so ein kleiner Hack, wenn ich weiß, so ein 10.000 Publikum. Oder jetzt auch wieder in Münster waren es irgendwo auch bestimmt über 2.000 Menschen. Das ist einfach eine Wahnsinnsbühne dann und Publikum.
Die Bühne einmal vorher zu begehen, das kann ein guter Hebel sein, um nochmal sich so ein Gefühl zu geben von, wie weit sind die weg? Wie viel Raum habe ich? Möchte ich mich hier bewegen oder bleibe ich wirklich heute stehen?
So was sich kurz zu verankern, es gibt einfach ein bisschen Sicherheit, damit du nicht so aus dem Vorhang vorkommst und so irgendwie komplett in so eine Schockstarre fällst. Das kann einfach passieren in so einer Situation des Adrenalins. Und so was gibt dir einfach ein bisschen Sicherheit.
Und dann üben, üben, üben, würde ich sagen. Und dann natürlich bei all dem, sei es Bühne, sei es Social-Media-Sicherheit, zu geben über Netzwerk auch hier wieder. Und das hörst du von allen, das ist auch kein Hack.
Das ist wirklich und damit ist es aber für mich wirklich etabliert, das merkt dir das, das ist schon fast wie eine Secret-Sauce, ein paar starke Menschen um dich rum zu haben, mit denen du wirklich solche Sachen immer wieder austauscht. Und ich habe zum Beispiel hier auch bei uns unsere wundervolle CTO Barbara, die du ja auch schon mal erlebt hast. Wir haben reihenweise mal sowas, dass wir uns bei WhatsApp, ich brauche kurz Seelenfrieden.
Hast du Zeit? Oder schickst eine WhatsApp oder so, guck dir mal das an. Was ist denn hier schon wieder?
Was habe ich falsch gemacht? Oder warum kommentiert ihr jetzt meine Wangenknochen? Ich habe ein Interview mit drei Seiten gegeben und das sind meine Wangenknochen, die hängenbleiben.
Und das macht dich manchmal schon muss ich auch sagen, fuchst mich auch. Das wäre voll falsch, dir zu erzählen, da ist man so cool und so. Abstumpfen tust du nicht.
Wenn du ein durchlässiger Mensch bist, wird das dich für immer bewegen. Und das macht auch immer was mit mir. Jedes Kommentar, jedes.
Aber du wirst besser damit, zu sagen, du kannst es mit Humor nehmen, du atmest einmal durch, du gehst mit dem Hund, hast es danach für dich komplett verarbeitet und findest deine Medien damit, deinen Wege. Für mich sind es aber auch echt, sobald ich das dann schaffe, irgendwie wieder mit starken Menschen, das muss nicht immer eine Frau sein, aber das war jetzt das beste Beispiel, weil ich das mit Barbara liebe, wir drehen das so schnell in Humor, wo ich sage, hast du völlig recht, come on und weiter. Und das ist wieder die Resilienz, die Vorwärtsenergie, come on und weiter.
Und das ist auch wirklich ein Punkt, ganz ehrlich, ich habe viel zu wenig Zeit, mich mit so Menschen so lange aufzuhalten. Und ganz oft sind es eben auch einfach hochfrustrierte Menschen, die im Leben was ganz anderes haben. Und jetzt bist du gerade eben Projektionsfläche geworden.
Take it as, dann war ich halt gerade für dich da. So musst du es ein bisschen nehmen und dich auch selber nicht so wichtig zu nehmen in dem Moment, weil das bin nicht ich und meine Nase oder sowas, sondern in dem Fall hätte es jetzt einfach jemand getroffen, der gerade irgendeinen Trigger setzt und einen Stereotyp auslöst und das habe ich scheinbar gerade getan. Und das, finde ich, negiert auch einfach wieder ein bisschen, entlastet auch fast und entlastet auch die andere Person ein bisschen.
[Merlene]
Ich weiß noch, bei dem ersten Talk, wo ich hier war, meinte Sanna das auch, die Partnerin bei NetLight, dass Sparing ihr besonders wichtig ist, also entweder fachlich, aber auch einfach manchmal dieses, oh, das fand ich jetzt gerade unfair oder so, das belastet mich jetzt gerade. Und Barbara hat gesagt, wenn man aus seiner Komfortzone hinaus möchte, muss man mit sich selber einen Pakt machen, beziehungsweise es einfach festlegen in der Zukunft und dann nicht mehr diskutieren. Das fällt mir noch gerade ein dazu.
Schönes Statement, ja.
[Sophia Rödiger]
Danke, dass du es auch mit rein ergänzt hast. Voll. Und es ist so.
Und da ist sie auch zum Beispiel unfassbar stark, weil sie ähnliche Erfahrungen wie ich im EON-Kontext, also auch im Corporate gestartet, immer ähnlich wie ich über Kleidung auffällig und es ist immer eine Entscheidung, die du dann ganz bewusst treffen musst mit diesem Plan, wie du sagst, mit deinem Zukunftsbild, was du von dir auch siehst. Ziehe ich das jetzt hier durch? Wo mache ich vielleicht auch mal eine Anpassung?
Weil ich weiß, es hilft mir gerade. Und wo ziehe ich es aber auch durch? Weil ich habe diesen Pakt und da gehe ich jetzt auch einfach weiter.
Und trotzdem ist es immer natürlich das Abwägen und da wird man im Lebenslauf auch einfach besser, trotzdem Spielraum für Aufweichen und Umwege zu lassen, so will ich es mal nennen. Weil wenn du deinen Pakt nur so strikt durchziehst, dann bist du manchmal vielleicht auch nicht ganz offen für den richtigen, zum Beispiel, Hieb von deinem Netzwerk oder so, wo du sagst, die Chance ist noch viel besser. Das heißt, du würdest dich manchmal auch Möglichkeiten berauben.
Und das ist, glaube ich, wichtig, zu sagen, stick to the plan, im Sinne von was wir vorher noch hatten, die Energie oder dein Thema mit einem Leitplan und da ist auch dein Zukunfts-Ich verankert mit einem Bild, mit einer Vision und trotzdem lasse immer in diesen Leitplanken Zeit und Raum für, na gut, gib mir mal kurz die Abzweigung und schau mal. Weil sonst, wie gesagt, glaube ich, dann wird es irgendwann zur Scheuklappe und das weiß ich nicht, wird auch ein Weg sein. Meiner wäre es nicht, lass es so formulieren.
[Merlene]
Ich wollte nochmal fragen, wir haben jetzt über auch die zwei Tipps nochmal gesprochen, die ich hier bekommen habe. Hättest du Tipps, was man sich von extern noch dazuholen kann, außer das Netzwerk jetzt, also da gibt es bestimmt auch immer spezifische Ansprechpartner zu bestimmten Themen, aber was einem noch helfen könnte auf dem eigenen Weg, beziehungsweise den zu finden, jetzt zum Beispiel, gerade irgendwie, wenn man aus der Schule kommt und man weiß noch gar nicht, will ich jetzt Jura studieren oder Psychologie oder mache ich doch was ganz anderes, wie man da sich weiterentwickelt und den eigenen Weg findet.
[Sophia Rödiger]
Also was auf jeden Fall ein Thema ist, du hast ja auch die Events angesprochen, die wir machen, die wir gezielt ja auch genau mit dem Bild machen, Bühnen für Vorbilder, also wo man eben auch an dem Abend sich einfach mal Inspiration holt, deswegen ist es auch vielleicht was, sich wirklich vielleicht auch mal den einen oder anderen Meet abzusuchen, also gerade wenn man das große Glück hat, wie wir jetzt hier in Hamburg, aber inzwischen von irgendwo kleinen Städten wie in, weiß nicht, Erlangen oder so, gibt es coole Netzwerktreffen, wo ich sage, geh mal zu sowas hin, gerade als sehr junger Mensch und bewusst auch alleine. Also ich habe mich auch ganz oft, gerade in dieser Blockchain-Zeit, gezwungen, immer gezwungen, alleine in diese Männer- dominierten, wo ich weiß, ich bin einfach wirklich die einzige Frau, aber da hinzugehen und sagen, ich gehe hier raus mit zehn, neun Kontakten und das mache ich immer ganz gezielt und das finde ich einfach ist ein wichtiger Hack auch, um sich etwas aus dem Außen zu ziehen und überhaupt erstmal, wo man noch gar kein Netzwerk hat und so weiter, überhaupt erstmal in was reinzukommen, was Neues.
Das gibt viel Inspiration und so machen wir es ja auch an diesen Abenden, um junge Talente einfach erstmal auch zu inspirieren, aber auch Menschen vielleicht einen Weg in Karriere mit einzugeben. Und das würde ich so mitgeben, um dann, wenn man es Glück hat, das kann über die große Schwester und deren Freundinnen oder keine Ahnung, vielleicht hat man irgendwo auch in der Familie jemanden, der schon ein bisschen weiter ist im Unternehmertum oder so weiter, sich wirklich so, Mentor ist schon immer fast so, wieder so klingt nach einer festen Rolle und einem Programm, was man macht. Nee, einfach ein Mensch, wo du sagst, boah, das ist jetzt nicht so eine beste Freundin gleich und so ein Schnack, sondern wirklich jemand, mit der unterhalte ich mich einfach gerne, vielleicht mal einfach auf einem Altersspaziergang und höre mal mir so an, wie die Person auch zur Fragestellung von mir steht.
Ganz bewusst auch mit Fragen reingehen, wie du es ja auch dich vorbereitet hast heute. Da zieht man so viel raus über genau die Lebenswege von anderen. Also kluge Fragen stellen und das eben auch bei Menschen, die man sich irgendwo einander, also es muss nicht immer jetzt gerade der Manager von irgendwo sein, weil die Person, da kommst du vielleicht nicht ran, aber im Umfeld auch mal so gucken, wo Menschen sind, wo du sagst, wow, irgendwie ist der Weg, das habe ich nie so verstanden, was macht der Herbert eigentlich, mein Onkel oder so?
Und dann mal mit klugen Fragen loslegen, weil die werden ja auch irgendwie alle ihren Weg gehabt haben und so. Und da zieht man voll viel raus. Ich glaube, sowas ist immer ganz gut, ohne dass es schon irgendwie was Institutionelles ist oder so, weil man am Anfang, wie du ja zu Recht sagst, nach einer Uni oder so oder nach der Schule gar nicht weiß, how to start.
So, das vielleicht mal so als erste Dinge. Dann natürlich, da habt ihr ja auch gerade jetzt über Content-Content Podcasts. Ich konsumiere unfassbar viel Podcasts, Social Media.
Was hörst du am liebsten? Natürlich unseren eigenen Podcast, jetzt gerade wieder Handelsblatt mit Philipp, ich habe ihn geliebt, also ich liebe wirklich unsere Themen immer wieder. Ansonsten höre ich gerne Babygut Business, natürlich auch durch das ganze Thema Social Media und die Trends dort, das Ding, um es mal einzunennen.
Ich liebe auch gerade wieder den Mood-Podcast von Tijen, die jetzt die in der Wahlkampfphase natürlich auch die verschiedensten Gespräche mit potenziellen Kanzlerkandidaten geführt hat. Also unterschiedlich. Ich mag immer schon gerne, wo Menschen mit ihren Geschichten rausgearbeitet werden und dann aber auch mal so eine Lage der Nation, wo auch unsere Themen hier gerade aufbereitet werden und auch gemischtes Hack, einfach witzige Sachen.
Also komplette Bandbreite und aus jedem ziehe ich was. Auch aus Dingen wie irgendwie gemischtes Hack oder Co. Zieht man Dinge manchmal raus, weil ich dann auch so sage, oh ja, stimmt, den Trend habe ich gerade gar nicht mitbekommen.
Und natürlich, das ist jetzt ein Gottesgeschenk, das Team. Gerade wenn du da noch mit jungen Menschen arbeitest, ich bin weit weg davon, TikTok zu verstehen, aber wenn dir die Leute irgendwie mal den neuen Trend so beiläufig erzählen, neugierig, neugierig, neugierig sein. Und ich sage dir, das ist einfach auch eine super Kraft.
By the way, wieder fürs Hirn. Vermeidet nämlich auch, dass du hier müde wirst und Synapsen verkümmern, Alzheimer, alles sowas. Also auch fürs lange Alter und fittes, mentales Dasein ist Neugier und Experimentierfreude das A und O.
Und das mache ich ständig. Bin ich da manchmal cringe und lächerlich? Wahrscheinlich ja.
Aber ich probiere so viel selber aus. Und das würde ich auch immer jedem raten, bei all den Sachen, probiere die Dinge selbst aus. Nichts ist besser, als wenn du über KI oder sowas liest, es selber zu probieren, selbst mal einen Account zu machen, selbst hier dich rein zu begeben, selbst auf ein Netzwerktreffen zu gehen.
Und da muss man natürlich schon, ich habe auch wahrscheinlich mehr Energie als andere, deswegen tue ich das dann auch immer.
[Merlene]
Also ich muss sagen, ich bin da voll bei dir. Also bei den Netzwerktreffen, das mache ich auch. Alleine gehen.
Ich habe das ursprünglich, es war eher so eine Nist, was ich machen musste sozusagen, weil ich aus meinem Team alleine dann irgendwie auf diesen Events war. Aber es war für mich auch rückblickend so ein Geschenk, weil ich auch irgendwie beobachten konnte, okay, wenn ich mit Freunden auf ein Event gehe, bin ich total in meiner Komfortzone und lerne gar nicht so viele andere Leute kennen. Aber sobald man alleine geht, ist man dann so, okay, entweder ich stehe jetzt hier alleine rum oder ich rede mit den anderen Leuten.
Und das ist, glaube ich, ein bisschen uncomfortable zuerst, aber es ist eigentlich total gut, wenn man alleine geht. Und bei dem Unterschied, beziehungsweise diesem, okay, ich muss auch noch was dazulernen, zum Beispiel über Social Media, da wollte ich nur sagen, das ist auch nochmal ein guter Ansatzpunkt für jüngere Leute, die vielleicht sich denken, okay, kann ich eine Mentorin ansprechen? Man kann immer auch was zurückgeben.
Also dieses Reverse-Mentoring-Gedanke, auch so, okay, die kann mir vielleicht was über ihren Lebensweg oder über ein bestimmtes Problem erzählen, was ich gerade habe und noch nicht erlebt habe. Aber ich habe selber halt auch was, was mir vielleicht, da sind wir beim Stärken-Gedanken, gar nicht so wahrnehmen als Stärke, aber was ich halt auch geben kann.
[Sophia Rödiger]
Sehr wichtiger Punkt, wie du sagst.
[Merlene]
Dass man so einen Dialog eher erstellt, genau. Und jetzt haben wir so, wir sind hier in diesem wunderschönen Office, haben so viel über deinen Weg hierher und über die Energie besprochen. Ich weiß, du hattest diese Woche einen großen Produkt-Launch.
Mich würde tatsächlich auch mal interessieren, was ist so ein Produkt-Launch bei 1KOMMA5°? Wo seid ihr gerade und wo geht ihr hin?
[Sophia Rödiger]
Vielleicht wickeln wir genau von dem Highlight mal auf, von dem Produkt-Launch. Wir haben jetzt diese Energie, über die wir immer reden, aus Wind und Sonne. Das ist ja auch unser Narrativ, haben wir ja vorhin ja auch mit den Farben und der Marke besprochen.
Diese Energie war bisher für die Menschen da, die irgendwie einen Zugang zu einem Dach haben und mit uns ein Solarmodul verbauen können. Und das haben wir jetzt gelöst und können es wirklich allen, bis hin zu deiner Mietswohnung möglich machen. Und ich sag auch gleich was ganz genau, aber das ist es, was wir jetzt sozusagen diese Woche auch gelauncht haben.
Unsere saubere Energie und wir sagen eben, sauber ist auch die günstigste Energie. Das ist nämlich der schöne Einklang von Mutter Natur, weil Wind und Sonne schreiben dir keine Stromrechnung. Die sind unglaublich günstig, wenn wir daraus Energie beziehen.
Und das machen wir jetzt einfach allen zugänglich. Und das war immer unsere große Vision. Wir sagen so ein bisschen cheesy, living on wind and sunlight forever for free und das für jeden.
Und das war aber eben bisher nicht ganz für jeden zugänglich. Und das wird es jetzt. Du bist wirklich am Ende nicht nur eben mit einem Speicher ausgestattet oder mit einem Solarmodul und produzierst deinen eigenen Strom, sondern du bist direkt mit der Strombörse vernetzt.
Das ist für viele immer so ein Aha-Moment, weil es gibt eine Strombörse. Ja, in Leipzig schon seit 15 Jahren gibt es eine Strombörse, ähnlich wie du einen Aktienmarkt hast, eine Krypto-Plattform oder auch in Amsterdam einen Tulpenmarkt, wo Preise gehandelt werden mit Angebot und Nachfrage. Hast du das Gleiche für Strom.
Das gibt es auch schon immer. Dein Stromanbieter ist da auch schon immer. Aber du hattest davon nichts bei dir zu Hause, weil du dein Leben lang einen fixen, pauschalen Betrag bezahlt hast und du kennst wahrscheinlich eine Nachzahlung oder diesen Zählerstand, den du einmal, wenn du überhaupt, rüberschicken musst im Jahr.
Das war unser Verständnis von Energie. Und das wird eben ganz anders, weil wir jetzt wie kleine Energietrader, also Händler, können wir mit an diesen Börsenpreisen profitieren. Die sind halt manchmal so unfassbar günstig oder sogar negativ.
Was heißt das jetzt? Du kriegst sogar Geld zurück, wenn du Energie nutzt, aber zu den richtigen Momenten. Und das ist die Entscheidung, die wir, oder was 1KOMMA5° tut.
Wir bringen deine Stromnutzung, wann du Energie nutzt, wann du dein Auto lädst, wann du dein Handy lädst. Diese Last, von der man da spricht, die du erzeugst, die schieben wir ins Zeitfenster, wo es für dich unfassbar günstig ist.
[Merlene]
Hast du da ein greifbares Beispiel, weil ich mir es jetzt nicht so gut vorstellen könnte, wann wäre es besonders günstig, Energie zu... Zum Beispiel nachts um 3.30 Uhr.
[Sophia Rödiger]
Warum? Wir alle nutzen meistens hier, zumindest wenn wir in Deutschland bleiben, in unserer Nation, schlafen die meistens Leute. Du hast aber zum Beispiel im Norden meistens antizyklisch zur Sonne Wind ohne Ende.
Heute Nacht war ein Megasturm und Gewitter hier in Hamburg. Das heißt, nachts nutzt keiner richtig Strom. Windpower bläst dir ordentlich in den Offshore-Parks irgendwo rein.
Du erzeugst wahnsinnig viel Energie und wir können sie gar nicht nutzen. Was macht Deutschland? Wir verschenken sie ins Ausland.
Wir schmeißen Energie weg und kaufen sie dann aber zu Zeiten, wo wir viel Energie brauchen, teuer ein. Das ist Irrsinn, was da passiert. Wenn wir es schaffen, jetzt aber nachts dein Auto zu laden oder den Wärmespeicher schon mal vorzuwärmen, damit du morgens warmes Wasser hast beim Duschen.
Das sind alles Dinge, die sind technisch möglich. Haben wir bisher nicht gemacht. Und das ist das, was 1KOMMA5° macht.
Wir haben eine Software entwickelt, einen Algorithmus, eine KI in Berlin, in unserem Tech Lab, die das so verschiebt, dass wir die Zeitfenster nutzen, wo viel zu viel Energie da ist. Und das ist eigentlich, würde ich sagen, die Brillanz, die Schönheit da drinnen, weil dann können wir auch zu 100% mit Erneuerbaren leben. Dann brauchen wir keine Angst mehr zu haben, dass auf einmal die Energie der Saft ausgeht, weil die Sonne nicht scheint oder so.
Und Wind und Sonne sind super schön im Einklang, weil sie meist eben antizyklisch sind. Also mal scheint die Sonne, mal der Wind. Du kannst beide Energien gut nutzen.
Es gibt so gut wie fast keine Momente, die sind ganz, ganz, ganz selten, wo der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Und auch dann hat man mit Speichern eine Möglichkeit, um das abzudecken. Und braucht es immer eine Grundlast?
Natürlich schon. Wird es da auch andere Energiequellen geben? Auch ja.
Aber der Großteil, und das beweisen ja auch viele Länder schon, wie Dänemark und so weiter, kannst du sehr, sehr gut über Wind und Sonne abdecken. Und das tun wir, um vielleicht mal so abzuschließen, weil du gefragt hast.
[Merlene]
Ja, ich finde, das war eine richtig gute Erklärung. Und gerade so die nächsten Generationen oder auch meine Generation, um ehrlich zu sein, ist ja schon so sehr Purpose-orientiert. Was kann ich machen, um unseren Planeten zu retten und vor allem in die Eigenverantwortlichkeit zu gehen sozusagen und was dazu beizutragen, dass es vorangeht.
Ich kann mir vorstellen, dass ihr auch interessant seid für viele unserer Zuhörer, wenn ich Teil von 1KOMMA5° werden möchte. Was kann ich machen?
[Sophia Rödiger]
Wir haben ein unglaublich gutes People and Culture Team. Also auf jeden Fall immer, auch wenn nichts gerade Akutes ist. Eine Initiativbewerbung, das haben die alle auf dem Schirm.
Und da wir uns so schnell bewegen gerade und ja auch immer noch so wachsen, zum Glück, weil der Markt gerade in Summe weltweit auch so ein angespanntes Thema ist. Und wir haben echt, sagst du was, diesen starken Purpose, der auch zeigt, dass das das richtige Modell ist, genau jetzt, richtige Timing. Und wie du gerade sagst, wenn man jetzt vielleicht gesagt hat, okay, wow, Solaranlage geht nicht, Speicher geht bei mir in meiner Mietswohnung vielleicht auch gerade noch nicht.
Lebenszeit investieren im Sinne von hier mitarbeiten, ist vielleicht eine gute Idee. Also bewerben auf jeden Fall. Social Media folgen und unterschreiben.
Also wir sind alle, auch ich, aber auch unsere Gründer sind super aktiv und lesen auch viel mit und sind da immer an ja einfach auch, wenn man proaktiv was schickt, sehr dankbar. Da natürlich unsere ganzen Events, die wir machen, gleich jetzt dann auch nächste Woche zum Beispiel wieder ein tolles Frauen-Event in München, diesmal in unserem Schirm. Einfach mal dabei sein, das erleben, die Marke am Mittel erleben und natürlich die kleinste, und das würde ich jetzt als letzten Aufruf nehmen, Spende ist immer natürlich ein Like und ein Follower auf unseren Kanälen, weil wir wollen natürlich auch weiter wachsen und der Botschaft einfach mehr Reichweite geben und wer über uns schreibt, spricht, das hast du ja auch, wenn du danach ein Event-Bild gepostet hast, das ist für mich immer ein großes Geschenk, wenn die Community auch wächst drumherum.
Das würde ich mir vielleicht als letzten Wunsch noch so mitgeben, das wäre die kleinste Spende heute, wenn man das interessant fand, was wir bei dir besprochen haben.
[Merlene]
Und da hat man vielleicht auch nochmal so diese Abrundung zu den Vorbildern, die in deinem Leben eine große Rolle gespielt haben, über die Anpassung hinweg, wo du in einer sehr vielleicht, ja, männlich geprägten Welt warst, wo du nicht immer du selbst sein konntest, aber jetzt wieder irgendwie diese Bühne schaffst, wieder mehr weibliche Vorbilder auch nach vorne zu bringen und auch diese Inspiration weitergibst.
Also ganz, ganz herzlichen Dank beim nächsten Event, sind hoffentlich auch dann viele Zuhörer dabei. Das wäre schön. Und ganz herzlichen Dank für deine Zeit.
[Sophia Rödiger]
Danke, schön zusammengefasst, weil es war ja wirklich ein bewegendes Gespräch. Vielen Dank für deine Fragen und dass du es so schön zusammengefasst hast.
[Transkript Ende]
Zeit für dein eigenes Leadership-Update?
Das Gespräch mit Sophia Rödiger ist ein Weckruf für alle, die glauben, Leadership bedeute Selbstaufgabe. Ihre Geschichte zeigt: Wahre Resilienz und Leadership entstehen dort, wo man lernt, die eigene Zeit und Energie als wertvollstes Gut zu schützen.
Hör hier die ganze Folge mit Sophia.




